Junge, Junge, Heinz, die Ungeduld musst Du Dir aber abgewöhnen! Kaum mehr als fünf Stunden nach der Anfrage schon die "Na los, antwortet mir gefälligst!" - Nummer abzuziehen, finde nicht nur ich, gelinde ausgedrückt, vorlaut.
Nun zu Deiner Frage:
Genau so wirds gemacht! Wenn Du eine Verteilerschiene aus Kupfer nimmst, brauchst Du nicht einmal zwei Zuführungsdrähte vom Pluspol des Netzgerätes, es genügt einer. Grundsätzlich sollte aber jede Stromleitung großzügig dimensioniert werden, unter 1,5 mm² würde ich keinesfalls gehen.
Die Kontaktierungsstäbe sollten - wenn sie aus Titan bestehen - mindestens 1,5 mm Durchmesser haben. Titan ist ein relativ schlechter Leiter, im Kontaktierungsdraht hast Du die größten Verluste. 0.5 mm Titandraht ist definitiv zu dünn; Ich persönlich gehe nicht unter 3 mm Durchmesser.
Die "Rückführung", der negative Pol, die Kathode also, sollte so großflächig wie möglich sein. Ideal wäre Reintitan- oder Reinbleiblech, ein Alublech tut es aber auch. Großflächig deshalb, weil sich im Säurebad ein möglichst homogenes elektrisches Feld aufbauen muss, da ist ein, wenn auch längerer, Draht einfach nicht geeignet.
Wenn Du fünf Bauteile, die jeweils 0,17 A Stromfluss erfordern, gleichzeitig eloxieren willst, brauchst Du in der Tat insgesamt 0,85 A, genau, wie Du es geschrieben hast. Es besteht keine Gefahr, dass sich ein einzelner Teil den ganzen Strom krallt und die anderen Teile "leer ausgehen", der Gesamtstrom wird sich immer gleichmäßig auf die Gesamtoberfläche aufteilen.
Grüße, Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!