Hallo,
ich habe vor kurzem angefangen meine selbst hergestellten Aluminiumteile auch elktrochemisch zu polieren. Zuerst habe ich mich mit dem Phosphor-/ Schwefelsäureverfahren beschäftigt, dort aber leider keine zufriedenstellenden Ergebnisse bekommen, vielleicht auch, weil ich die erforderlichen Stromstärken nicht immer bereitstellen konnte.
Nun habe ich mal den Zusatz für die elektrochemische Politur aus dem Shop hier bestellt und ausprobiert. Aber auch hier habe ich sehr verschiedene und leider auch nicht so gute Ergebnisse. Bei einigen Teilen habe ich eine deutliche Verbesserung der Oberfläche erziehlen können, die aber mit wirklichem Glanz noch nicht viel zu tun hat. Andere Teile hingegen sind einfach nur gelblich und matt geworden, bis der Stromfluss langsam immer schwächer wurde und sich schließlich bei einer maximalen Spannung von 36V auf ca. 1,5A einpegelte.
Ich benutze einen 15x15x15cm großen V4A Behälter mit 1,5l der angesetzten Lösung (300gr., also max. Dosierung). Als Stromquelle dienen drei modifizierte ATX Netzteile, mit einer max. Spannung von 36V und einem max. Strom von 15A. Die Spannung regele ich manuell in 1V Schritten, was eigentlich auch ausreichend sein sollte. Die Temperatur der Lösung liegt bei 80°. Da der Strom bei dieser Temperatur allerdings oft eingebrochen ist, habe ich die Temperatur z.T. bis auf 95°C erhöht, bis der Stromfluss wieder zustande kam. Welche Legierung ich vor mir habe, ist leider nicht ganz klar, ich habe aber auf jeden Fall verschiedene ausprobiert. Was ich weiß ist, dass die Legierungen Seewasserbeständig sein sollten. Es handelt sich ferner um einfache kleine Quader.
Kann sich jemand erklären, wo der Fehler liegen könnte? Besonders die immer wieder entstehenden gelblich-matten Oberflächen stören mich sehr. Und warum werden die Teile, bei denen die Politur scheinbar normal abläuft nicht vollkomen glänzend? Und kann man eigentlich zu lange polieren bzw. mit zu hoher Stromstärke?
Fragen über Fragen, ich hoffe jemand kann mir helfen.
Vielen Dank!