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einseitig? - Stromstärke

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06 Feb 2011 15:39 #1 by raiorz
Hallo an alle Experten.
Angenommen ich habe ein 10x10xm großes Alublech welches mattschwarz eloxiert werden soll.
Es ist ein Gehäuseteil, also interessiert eigentlich nur die Außenseite. Was mit der Innenseite passiert ist mir egal.

Bisher beabsichtigte ich ein gleichgroßes Blech als Kathode der späteren Außenseite gegenüber zu platzieren, so das der Stromfluss nur auf diese Seite wirkt und die Stromstärke auch nur für eine Seite berechnet werden muß.

Bei einem ersten Versuch hat es mich aber gewundert das die Rückseite eines auf diese Weise eloxierten Bleches überhaupt dauerhaft gefärbt werden konnte. Ich dachte die Farbe hällt nur dort wo es eloxiert wurde und ich ging davon aus das Aufgrund fehlendem Stromflusses dort nichts eloxiert wurde.
Noch mehr hat mich allerdings ein Beitrag, im Thread "Schweißinverter als Netzteil ?", gewundert, in dem berichtet wurde das die, der Kathode abgewandte, Seite des Werkstückes sogar besser und gleichmäßiger eloxiert wurde als die direkt gegenüberliegende Seite.

Meine Fragen daher:

Wie ist es möglich das die Rückseite überhaut eloxiert wird. Wie kann es dort überhaupt zu einem Stromfluss kommen? Und wieso kann diese Rückseite gleichmäßiger als die Voderseite sein?

Rainer

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06 Feb 2011 18:27 #2 by katerleo
Hallo, Rainer!

Wie sag ich's am besten?

Das, was Dich wundert, ist der Normalfall beim Eloxieren: Alle von der Säure benetzten und damit stromdurchflossenen Flächen Deines Werkstückes werden gleichmäßig eloxiert und müssen in der Strombedarfsrechnung berücksichtigt werden. Anderenfalls könnte niemand einen Rundstab eloxieren (der ja auch eine der Kathode abgewandte Seite hat).
Es gibt allerdings eine Ausnahme, das sind Innenflächen von Hohlkörpern, wie z.B. Rohren.
Vereinfacht: In Hohlkörpern baut sich kein elektrisches Feld auf (Stichwort Faraday'scher Käfig), dort wird auch keine Oxidation stattfinden.

Grüße, Rudi

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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!

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06 Feb 2011 21:46 #3 by Drehodor
Hallo Rainer,

im Prinzip hat es Rudi ja schon erklärt, der Elektrolyt (Schwefelsäure) sorgt dafür das der Strom die Anode (Bauteil) findet :-)
Selbst bei Rohren oder Bohrungen geht die Schicht ein gutes Stück weit hinein.
Optimal ist imho trotzdem eine umlaufende Kathode, oder wenigstens 2 gegenüberliegende Bleche. Man bedenke das bei grossen Bädern der Behälter als Kathode genutzt wird!

Grüsse,

Thomas.

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08 Feb 2011 16:37 #4 by raiorz
Danke für die Antworten.
Dann muß ich wohl oder übel die doppelte Stromstärke verwenden,...oder...
...wie ist es wenn ich eine Seite des Werkstückes mit z.B Selbstklebefolie abklebe und dadurch elektrisch isoliere? Hat das schon jemand probiert?

Rainer

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08 Feb 2011 20:02 #5 by Drehodor
Habe bisher nur Farbpasten und 5 Minuten Epoxy getestet. Klebefolie könnte gehen. Wenn sich die Folie am Rand etwas löst ist das ja auch kein Problem. Wie sich das Ganze auf das Bad auswirkt bleibt zu testen..
Am einfachsten wäre es aber bestimmt alles komplett zu eloxieren.

Thomas.

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