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Probleme beim Eloxieren, wäre um Hilfe Dankbar

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06 Aug 2010 20:00 #1 by brushi
Guten Tag,

habe gestern und heut etwas eloxiert und leider mit negativem Ergebnis.
Es handelt sich um ein dünnes 0,3mm Alublech (AL99) mit einer Größe von 24x12cm.
Es sollte schwarz werden und eine recht dünne Schicht an Eloxial haben.

Die Oberfläche beträgt rund 600cm². Ergibt rund 9A/std.
Frisches Schwefelbad 17%igt und selbstverständlich eine gute Kontaktierung.
Es hing 1std bei 10A drin.

Nun das Problem, ich habe 3mal den ganzen Vorgang komplett wieder holt und bei jedem Versuch, konnte ich die schwarze Farbe rausreiben.
Eine Quasi viel zu dünne Schicht entstand und somit konnten die Poren nicht geschlossen werden, das wäre meine Vermutung.

Da ich nun die Nase voll hatte, habe ich vom selben Material ein viel kleineres Stück (5x10cm) genommen und bei entsprechendem Strom 1,5A/100cm²/std. wieder eloxiert.
In die Farbe eingetaucht usw. sauber gekocht und das Ergebnis war perfekt, kein Abreiben usw. möglich.

Wo liegt nun der Haken beim dem großen Blech?
Kann es wirklich sein, dass durch die, bei mir viel höhere Endtemperatur vom kleinem Blech(20°C) und bei dem großen Blech rund 45°C dieses schlechte Ergebnis zustande kommt?

Wie hoch darf denn die max. Säuretemperatur werden? Habe leider keine Daten gefunden!

Gruß
brushi

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06 Aug 2010 20:26 #2 by brushi
Habe nun doch etwas gefunden, Säure darf 24°C nicht überschreiten.

Können die Profis zustimmen?

Hat irgendwer Erfahrungen gemacht, wenn es höher als die 24°C wurde?

Gruß

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06 Aug 2010 22:18 #3 by Christoph Drube
Hallo!

Je höher die Badtemperatur ist, desto aggressiver wird die Säure und umso mehr Schicht wird aufgelöst.

Dass bei 45°C keine vernünftige Schicht entsteht, ist da nicht verwunderlich ...

Je tiefer die Badtemperatur, desto mehr Schicht entsteht pro Zeiteinheit, umso kleiner werden aber auch die Poren.

Für dekorative Schichten sollten aber +20°C nicht überschritten werden.

Eine gute Badumwälzung hilft ebenfalls, die erhitzte Säure von der Grenzschicht wegzutransportieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks

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07 Aug 2010 10:16 #4 by brushi
Guten Morgen,

ja hatte mich jetzt etwas mehr eingelesen und es war halt blödsinn mit den hohen Temperaturen.

Was ich aber noch ergänzend sagen muss, wer mit solchen Flächen arbeitet größer wie 1000cm² und ab 10A aufwärts, muss aufjedenfall eine externe Kühlung haben oder den Strom ganz weit begrenzen und halt 24std eloxieren, aber ob dies dann so gut ist?? mh.....

Gruß

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07 Aug 2010 22:07 #5 by Chrischan
teilweise sollte schon ab 5A über eine gescheite kühlung nachgedacht werden!!!

und 45°C sind absolut zu viel... ich mache mir schon sorgen wenn ich am ende des eloxieren mal 22..23°C habe. oberer absoluter grenzwert ist 25°C, besser aber immer max 20°C einhalten

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10 Aug 2010 17:37 #6 by brushi
ja richtig, 5A und ich schätze mal, dass die meisten so rund 5-15Volt Spannungsabfall haben, das sind immerhin 25-75Watt mit denen geheizt wird.
5Liter Säure ohne Kühlung sind binnen Minuten auf nicht akzeptablen Temperaturen.

Gruß

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10 Aug 2010 20:34 #7 by brushi
Hallo nochmals,

so nun bin ich am Ende meiner Kräfte, was das eloxieren von der Rundhülse angeht.

Ich habe eine externe Kühlung usw. Lüftblasen bewegen die Säure und alles was geht.

Im Anhang das Ergebniss...ständig wird die Hülse total Matt, man kann die Farbe schon fast abpusten.

Das Testblech (selbes Material) war wesentlich kürzer im Bad und auch nur kurz die Farbe einwirken lassen, ist aber wunderbar, lässt sich kaum abkratzen, nur mit scharfen Gegenstand.

Leute, wenn einer dieses Rätzel löst, der bekommt nen Kasten Bier geschenkt, wirklich!!!!

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10 Aug 2010 23:19 #8 by brushi
Guten Abend,

habe es nun gelöst, das unfassbare Rätzel!

Wenn ich das erzähle, wird jeder denken ich bin völlig verrückt........

Kommen wir zum Thema:

Ich habe wie oben schon geschrieben, alle Arbeitsschritte sauber abgearbeitet und immer wieder dieses komische Ergebnis bekommen, dass die Farbe obendrauf sich abreiben lies.

JAAA, abreiben, dass heißt lange noch nicht, das ich falsch eloxiert habe (schwefelbad).
Nein, die Schicht die ich erzeugt habe, war so dick, das mein 30min langes Sealing nicht gereicht hat.
Ausserdem habe ich 10g Tiefschwarzfarbe in 1000ml dest. Wasser gelöst(sehr dickflüssig) und das ganze tatsächlich ca. 40min gefärbt.
Fazit, es war soviel Farbe in den Poren, das ich diese garnicht richtig schließen konnte.
Nun habe ich wesentlich kürzer gefärbt und das Ergebnis ist wirklich perfekt.
Bei den versuchen davor habe ich eine Schichtstärke von ca. 40um erreicht, beim Biegen des Bleches hat es regelrecht geknistert.
Für meinen Zweck auch viel zu Dick, deswegen werde eine dünnere erzeugen und viel kürzer Färben.

Ich hoffe einigen evt. geholfen zu haben.
Evt. traten bei dem einem o. anderem die "selben Probleme auf"

Danke nochmals an alle die hier gelesen und sich mitbeteiligt haben.

Gruß

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11 Aug 2010 08:38 #9 by Chrischan
das wirkungsvolle sealing geht auch bei 30min erst los... ruhig 60min kochen!
kannst auch mal den test mit zwei ungefärbten testblechen machen. nach 30min sealing dürfte sich dieses regelrecht klebrig anfühlen, da die poren adhäsion ausüben. sobald die poren komplett dicht sind, ist die oberfläche nur noch glatt und fühlt sich quasi "weich" an.

und auch 40min färben bei der konzentration ist unnötig. die konzentration selber liegt ja noch in der toleranz von 8-10g/l. aber ruhig nochmal auslitern dein farbbad, da durch das erwärmen auch gerne mal wasser verdunstet/verdampft. mach ruhig 1,2l draus, dass passt auch. und mehr als 10..15min brauchst du zum färben auch wirklich nicht.

ähnliches phänomen hatte ich auch schonmal, nur war bei mir trotzdem eine schön schwarze eloxalschicht unter dem abzureibenden film.

dann jetzt viel spaß beim eloxieren!

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