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Hilfestellung für Anfänger

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15 Jul 2010 09:26 #1 by SpeedmasterB
Hallo,

habe mir jetzt das HowTo und einige Treads hier Durchgelesen.

Ich würde gerne meinen Alu-Schaft(EN-AW-7075) Eloxieren mit einem Farbverlauf von Schwarz auf Dunkelblau.

Die komplette Oberfläche des Schaftes sind 162775 mm²
die anderen Bauteile sind kleinteile :)

Dieses Verfahren ist ja etwas aufwendiger und einen Eloxier-Betrieb in meiner nähe gibt es nicht der mir das
so machen könnte oder es wird Teuer :)

Meine Frage ist halt wie stelle ich das am besten an :(

Ich würde jetzt zu der Eloxier-Paste greifen und damit Arbeiten was den Aussendurchmesser betrieft evtl. noch
mit Schwefelsäure an den Übergängen etwas nach Bleichen, für den Innendurchmesser würde ich dann ein Tauchbad ansetzten.

Hoffe das ich so Richtig liege mit meinem Lösungsansatz.

Die Richtigen Mengen an Chemikalien muss ich noch Herrausfinden.

Mein Grösstes Problem ist das Netzgerät, dieses müsste ich mir noch zulegen ;)

könnt Ihr mir hier etwas Empfehlen/Vorschlagen? möchte mir nicht ein falsches oder zu kleines Gerät zulegen.

Gruss

Jörg

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15 Jul 2010 10:54 #2 by SpeedmasterB
Hallo,

Würde diese evtl. schon reichen?

www.conrad.de/ce/de/product/511568/REGEL...SPS-1525-PFC/2110340

Gruss

Jörg

P.s.:Habe den Button fürs Bearbeiten nicht Gefunden

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15 Jul 2010 12:15 #3 by katerleo
Hallo, Jörg!

Zunächst zum Netzgerät:
Das von Dir ins Auge gefasste hat nur Spannungs-, aber keine Stromregelung. Beim Eloxieren ist aber über die ganze Länge des Vorgangs - so 45 bis 60 min. - ein konstanter Strom nötig. Du brauchst also ein Netzgerät mit (auch) STROMregelung. Schau mal z.B. hier .
Für die von Dir angegebene Oberfläche brauchst Du etwa 24A, was bei der sich einstellenden Spannung von ca. 15V eine Leistung von 360W bedeutet. Gute Kühlung und effiziente Umwälzung des Bades sind da unerläßlich!

Farbverläufe gehören zur hohen Kunst des Färbens und sind schwierig herzustellen, überhaupt mit Übergängen zwischen zwei oder mehreren Farben.
Ich hab das zwar theoretisch mal angedacht, aber noch nicht in der Praxis probiert. Du könntest das ganze Werkstück mit Blau im Tauchbad soweit einfärben, bis es das hellste Blau hat, das Du erreichen will. Dann in ein schwarzes Farbbad der Länge nach immer wieder abtauchen und wieder rausnehmen. Dann wird der unterste Teil des Werkstückes, der sich beinahe pausenlos im Bad befindet, mehr Schwarz aufnehmen als der oberste Teil, der immer nur sekundenlang mit dem Bad in Berührung kommt. Das Schwarz überlagert das Blau, und es entsteht ein Verlauf Schwarz-Blau.
So ganz klar komme ich mit der Beschreibung Deines Färbevorganges nicht, besonders das "Bleichen" mit Schwefelsäure ist eine recht kryptische Beschreibung. Und Vorsicht: Schwefelsäure greift die anodisierte Schicht an!

Grüße, Rudi

___________________________________________________
Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!

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15 Jul 2010 13:01 #4 by SpeedmasterB
Hallo Rudi,

danke für deine Ausführliche Hilfestellung.

Das mit dem Eintauchen habe ich gar nicht Berücksichtigt.

Zu der Oberfläche, die habe ich vom Hersteller so angegeben bekommen :)

Grobe maße sind ca. Ø46xØ40x370 und ca. Ø28xØ15x370 in mm Versteht sich.

Ich habe halt an die Paste gedacht da ich diese auf dem Aussendurchmesser ja aufpinseln kann mit entsprechenden
Farbverläufen.
Wenn dieses Getrocknet ist würde ich den Innenduchmesser halt in Schwarz tauchen.

Du schreibst Tauchen bis ich das Hellste Blau erreicht habe, Hmm ich wollte doch aber ein sattes Dunkles Blau fast
ins Schwarz übergehend.

Denke ich hier jetzt Falsch? Die Überschüssige Paste kann ich doch nachher mit Verdünnung abputzen.
Oder wird dort wo ich die Blaue Paste Auftrage auch alles Schwarz beim Schwarz Baden?

So wie Du mir das jetzt beschrieben hast würde das ja nur von Aussen klappen, aber wie bekomme ich dann den
Innendurchmesser Schwarz?

Gruss

Jörg

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15 Jul 2010 13:38 #5 by katerleo
Hallo, Jörg!

Mit Rohren und "innenliegenden" Flächen ist das so eine Sache. Elektrische Ladungen haben die lobenswerte Eigenschaft, sich immer auf der Außenseite eines hohlen Metallgebildes aufzuhalten, innen bleibt so ein Gebilde ladungs- und damit spannungsfrei. Eine wunderbare Eigenschaft beim Faraday'schen Käfig, aber eine Katstrophe fürs Eloxieren der Innenseite von z.B. Rohren, tiefen U-Profilen etc.
Ein Rohr wird, ohne weitere Hilfsmittel, an der Innenseite nur so weit anodisiert, wie das Feld von außen durch das offene Ende reinreicht, so etwa 1 - 1,5 Durchmesser tief; kommt auf den effektiven Durchmesser an!
In der Praxis umgeht man das Problem dadurch, dass man durch das Rohr eine stabförmige Zusatzkathode zentrisch durchführt. Da baut sich dann auch innen ein Feld auf. Bei einer solchen Anordnung sind die Anforderungen an Umwälzung und Kühlung allerdings ungleich höher als im Normalfall, es muß ja das Rohr auch innen zügig von der Säure durchströmt werden!
Aus dem Gesagten steht zu befürchten, dass Dein Teil innen überhaupt nicht anodisiert werden wird, ein Einfärben also gar nicht möglich ist. Ich würde mich auf die Außenseite komzentrieren und für innen zu Lack greifen. Aber wenn Du innen eine ordnungsgemäße Schicht erzeugen kannst, würde ich mit schwarzer Paste zuerst die Innenseiten färben und nach Auftrocknung das beschriebene Mehrfach-Tauchverfahren für außen anwenden. Könnte bei der nötigen Sorgfalt klappen!

Nur so aus reiner Neugier: Ist das ein Teil eines Paintball-Markers?

Gruß, Rudi

Noch was, habe ich zuerst überlesen:
Wenn Du den Verlauf von sattem Dunkelblau nach Schwarz haben willst, ist die erste Grundeinfärbung das gewünschte satte Dunkelblau (das ist eben das "hellste" von Dir gewünschte Blau). Der Rest bleibt gleich, wie beschrieben.

___________________________________________________
Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!

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15 Jul 2010 13:50 #6 by SpeedmasterB
Hallo Rudi,

Danke jetzt bin ich schon einen Schritt weiter.

Das Teil hört zu einem Luftgewehr mit F-Zeichen :)

Weißt Du zufällig ab es ein Vergleichbares Netzgerät bei Conrad gibt? grund ist das ich das über die Firma inkl.
% Bestellen könnte ;)

Des weiteren schreibst Du immer was von Kühlung und Umwälzung, Kühlung habe ich hier ja schon was gefunden
(Gefrier-Accu´s) aber was meinst Du jetzt mit Umwälzung?

Wie kann ich das Bewerkstelligen?

Entschuldige für die evtl. schon zich 1000 mal Gefragten Fragen.

Ich hoffe meine Maßangaben waren Richtig.

Gruss

Jörg

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15 Jul 2010 15:58 #7 by katerleo
Hallo, Jörg!

Hab kurz mal bei Conrad unter Labornetzgeräte geschaut, aber keines gefunden, das den erforderlichen hohen Strom bereitstellen würde. Außerdem sind die Preise geschmalzen.
Kühlung, Umwälzung:
Ich könnte jetzt den Standardsatz schreiben "Benutze bitte die Suche dieses Forums, das ist alles schon hinreichend behandelt worden."

Nun:
Kühlung ist notwendig, weil sich das Bad während des Eloxiervorganges durch den beträchtlichen Stromfluss erwärmt, bei ausreichend großem Strom geradezu aufheizt. Für die dekorative Eloxierung ist eine Badtemperatur von 10 - 20°C nötig, nicht geringer, sonst hapert es mit dem Färben, nicht höher, sonst wird die Schicht zu grobporig und ungleichmäßig. Über 20°C nimmt die Rücklösung der gebildeten Schicht überhand!

Umwälzung ist notwendig, damit immer frischer Elektrolyt an alle Stellen des Werkstückes kommt. Das ist bei komplizierteren Strukturen besonders wichtig, weil sich der Elektrolyt (die Säure) und damit das Werkstück an Stellen, die nicht umspült werden, die Flüssigkeit also stillsteht, recht schnell sehr hoch (bis zu 70°C wurden schon gemessen!) erhitzt. Bei solch hohen Temperaturen wird die Schicht schneller von der Säure aufgefressen (rückgelöst) als durch den Stromfluss gebildet. Ergebnis: blanke Alu-Stellen ohne Oxidschicht, Operation misslungen!
Umwälzen kann man auf verschiedene Weise:
- händisch Umrühren mit einem Alu- oder Titanstab, -löffel, etc. Wird recht bald ziemlich fad...
- Propeller ins Bad hängen. Geht gut, darf aber nur aus Alu, Titan oder Kunststoff bestehen, soweit das Ding mit dem Bad in Berührung kommt.
-Magnetrührer in Stab- oder "Turbinen"-Form. Eleganteste Lösung, weil der Antrieb von außen erfolgt und wenig Platz im Bad gebraucht wird.

Aber bitte, beherzige den einleitenden Standardsatz trotzdem. Dieses Forum ist ein Füllhorn an Wissen über das Eloxieren!

Grüße, Rudi

___________________________________________________
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15 Jul 2010 16:14 #8 by SpeedmasterB
Hallo Rudi,

danke für deine Gedult mit mir und für die Ausführliche ERklärung :)

Das mit dem Netzgerät ist Schade dann werde ich mir das von Dir Vorgeschlagene Kaufen.

Dieses hat ja auch die Benötigte Leistung für mein Vorhaben.

werde auch den 1. Satz Beherzigen und hier im Forum weiterlesen auch wenn ich auf
Anhieb nicht alles Verstehen sollte ;)

Gruss

Jörg

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17 Jul 2010 10:30 #9 by SpeedmasterB
Hallo,

hier auf dem land ist es ganz schön kompliziert an die Chemikalien zu kommen :(

Batteriesäure habe ich mittlerweile, nur das mit dem Natriumhydroxit(Ätznatron) sieht nicht so
einfach aus keine einzige Apoteke hat das hier.

Kann ich da zum testen auch Rohrreiniger Benutzen?

Wie müsste ich den Ansetzten?
Pur, Verdünnt wieviel teile Reiniger/Wasser.

Sorry für diese Doofe frage

Jörg

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17 Jul 2010 10:35 #10 by Chrischan
Reiniger ist nicht so günstig, weil dieser noch andere Inhaltsstoffe besitzt.

schau mal bei www.fischar.de oder www.aurelio-online.com

Musst halt ein wenig warten wenn du bestellst, hast aber zu fairen Preisen alles was du brauchst.

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18 Jul 2010 08:56 #11 by SpeedmasterB
@Chrischan,

danke für den Tip, habe es mir bei aurelio Bestellt.

@all

Habe jetzt noch ne Frage:)

Hier wird immer von PP/PE Behältnissen geredet, kann ich auch für das Farbbad und Anodisierbad
V2A/V4A(Edelstahl) Verwenden? oder andere Stahl Behältnisse?

Gruss

Jörg

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18 Jul 2010 11:37 #12 by SpeedmasterB
Sorry,

Kann ich auch zum bewegen des Bades eine Vaccum-pumpe vom Teich/Aquarium mit dem Schlauch
nutzen?

Oder besser Alu-Rohr anstatt dem Schlauch?

Netzgerät habe ich mir jetzt dieses hier zugelegt :)

Gruss

Jörg

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18 Jul 2010 15:36 #13 by katerleo
Hallo, Jörg!

Mit dem Netzgerät solltest Du viel Freude haben, ist geradezu ideal fürs Eloxieren!

Behältnisse:
Zur Aufbewahrung über längere Zeit sollten es schon Gebinde aus Kunststoff sein. Als Färbe- und Sealgefässe verwende ich mit bestem Erfolg Edelstahltöpfe Marke 08/15, vermutlich V2A, aber nichts besseres.
Die Anodisierwanne sollte laut Expertenmeinung aus Kunststoff sein. Ich weiß aber von einigen Leuten, dass sie V4A-Wannen verwenden, die dann gleichzeitig die Kathode darstellen, eigentlich eine geniale Lösung. Da im Eloxierbad nur Schwefelsäure, Aluminium, Titan und Blei was verloren haben, nicht aber Schwermetallionen, auf keinen Fall Eisen und Kupfer, raten die Leute, die es wissen sollten, von Edelstahlwannen ab; ich glaube aber, dass noch niemand Langzeitversuche durchgeführt hat, um die genauen Auswirkungen zu erforschen.

Pumpe:
Wenn du absolut sicher bist, dass die durchgepumte Säure im Inneren der Pumpe auf keine Metallteile stoßen wird, kann das eine gute Lösung sein.
Im anderen Fall merkst Du nach geraumer Zeit ohnehin, dass Du eine neue Pumpe, ein neues Säurebad und wahrscheinlich auch ein neues Werkstück brauchst...

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18 Jul 2010 16:46 #14 by SpeedmasterB
Hallo Rudi,

Pumpe:
die Vaccum-Pumpe ist eine Sauerstoff Pumpe, die drückt nur luft ins Becken.
Da würde ich jetzt den Schlauch auf einige Alu-Röhrchen flanschen, die Alu-Röhrchen würde ich
im gewissen Abstand im Ø anbohren, so das ich eine Strömmung erzeuge.

Behältnisse:
Für kleine Projekte werde ich das passende finden/haben.

Für mein Gross-Projekt müsste ich mir halt die Wannen Bauen, für Säubern, Farbbad und Sealen könnte ich also V4A-Wannen fertigen.

Ds Problem beim Behältniss fürs Anodisier ist, das ich mindestesn eine Wanne bräuchte mit
70cm x 15cm x 20cm, da würden dann ca. 12-15 Liter reinpassen, würde aber am Liebsten
75cm x 25cm x 25cm nutzen mit ca.30 Litern, wegen der Wärme entwicklung, deswegen meine Frage ob da auch V4A für gehen würde :)

Habe hier noch keine Passende Kunststoff-Wanne gefunden.
[EDIT] VA-Wanne [/EDIT]

Oder kann ich Sie aus ALU Herstellen und dieses gleich als Kathode nutzen.

Um diese Wanne würde ich eine weiter setzten mit kaltem Wasser/Eis um die Bad-Temperatur
zwischen 15-20 Grad zu halten. 20A/90min. oder 24A/60min. ist bestimmt nicht ohne!

Habe mir schon Überlegt ob ich den kleinen Ø beidseitig mit ALU-Stopfen schliesse und diese gleich als Anode nutze, somit hätte ich auch gleich meine Aufhängungs-Punkte.

Gruss

Jörg

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19 Jul 2010 14:24 #15 by katerleo
Hallo, Jörg!

Ich habe keine Lösung für Dein Problem, nur einen Denkansatz.
Es gibt Abwasserrohre aus Kunststoff mit Durchmessern bis zu 30cm in beliebiger Länge, auch Verschlußstopfen dazu. Rohr mit etwas größerem Durchmesser und geringfügig größerer Länge als Dein Werkstück senkrecht hinstellen, einige Alu- oder Bleistreifen/Stäbe an der Rohrwandung als Kathoden, und die Eloxier"wanne" wäre gebaut. Wenn Du statt der Streifen/Stäbe Rohre nimmst, kannst Du gleich Kühlwasser durchpumpen oder durchlaufen lassen.
So eine Anordnung kannst Du auch zum Färben benutzen.

Zum Sealen brauchst Du etwas, das mindestens 100°C aushält, da werden die Abwasserrohre wohl nicht mehr mitmachen. Es gibt aber Ofen- und Kaminrohre aus Edelstahl, da könntest Du Dir fürs Sealen ein brauchbares Gefäß herstellen.

Grüße, Rudi

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19 Jul 2010 16:21 #16 by SpeedmasterB
Hallo Rudi,

danke für den Tipp :)

an sowas habe ich(Werkzeugmacher) natürlich erst garnicht gedacht ;) habe aber meinen Jungs
in der Werkstatt 2 Wannen aus V4A in Auftrag gegeben eine fürs Eloxieren die andere zum
Versiegeln :)

Sollte das mit dem V4A wieder erwarten nicht Funktionieren komme ich auf die Abflussrohre
zurück.

Gruss

Jörg

P.s.: Besten Dank für deine Unterstützung

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20 Jul 2010 13:01 #17 by SpeedmasterB
So jetzt kann es bald mit den Tests losgehen :)

Wannen sind Heute nachmittag auch scho fertig, fehlt nur noch die Farbe, unterwegs ist Sie ja scho.

Jetzt habe ich noch eine frage was den Wasserstoff angeht.

Bei meinen Kleinteilen werde ich wohl nicht über 3-6A kommen da sehe ich das jetzt nicht so gravierend an.

Bei meinem Großprojekt mit der fläche von 162775 mm² komme ich auf Rechnerische 24A für 1 Std. da ist laut Forum die
Erzeugung von Wasserstoff aber schon Dramatisch, gearbeitet wird im alten umfunktionierten Hundezwinger Höhe 2,5m
3 seiten geschlossen 1Seite offen mit Zwingerelementen, also eigentlich Frischluft ohne ende.

Habe aber Trotzdem so meine Bedenken und würde jetzt evtl. lieber auf 12-15A runtergehen und dafür die Zeit auf
90- 120 min. Anheben einen weiteren Vorteil sehe ich hierbei das meine Badtemperatur auch nicht so schnell
Ansteigt und ich diese so durch Kühlung besser zwischen 15-18 Grad halten könnte.

Umwälzung werde ich mit Druckluft/Sauerstoffpume aus meinem Teich lösen einleitung durch VA Rohr.

Für Tipps bin ich dankbar

Gruss

Jörg
Ist dieses so machbar/Realisierbar? oder ist die Zeit dann doch zu hoch?

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20 Jul 2010 13:39 #18 by Chrischan
Also mit dem Strom wäre ich vorsichtig. In der Literatur sind abweichend von den hier genannten 1,5A/100cm² Werte von 1,1...1,6 zu finden. Teilweise sogar 1,7.
Das bedeutet für dein Großprojekt etwa 18..26A.

Unter 18A würde ich wirklich nicht gehen, auf 20A runter ist da noch ein angenehmer Wert. Dann besorge dir lieber für wenige Euro ein paar Kühlakkus und wälze das Bad gut um (Magnetrührer ist von Vorteil). Es gibt auch sehr starke Neodym-Rührfische, damit sollte auch ordentlich Drehzahl drin sein!!! Den passenden Motor kann man aus einem regelbaren PC-Lüfter bauen. Glaube mir, dass ist schon ziemlih gut.

Also mach ruhig 20A mit guter Kühlung und eloxieren etwa 90min. Das sollte gehen. Bei der großen Fläche auch auf eine gute/ausreichende Kontaktierung achten. Lieber einen Draht mehr als zu wenig.
Zum Wasserstoff: wenn du an der freien Luft arbeitest und eben eine ganze Seite des Zwingers sogar offen ist, dann mache dir mal keine Sorgen. Kannst natürlich noch einen Ventilator hinstellen der das etwas wegweht. Denke aber nicht dass das unbedingt muss. Sonst geh einfach dichter an die offene Zwingerseite ran (wenn es nicht gerade regnet ;) )

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20 Jul 2010 14:48 #19 by SpeedmasterB
Danke Chrischan,

werde deinen Ratschlag beherzigen, was den strom und die Zeit angeht.

Bei der Kühlung bin ich grade am überlegen mit zusätzlichen VA Rohren zu Expiremtieren oder einfach eine 2 Wanne.

Die Wanne fürs Eloxieren ist eh aus Edelstahl(V4A)

Bei dem Bewegen des Bades habe ich halt an Luft gedacht da ich damit auch die "stehende"Säure im Innendurchmesser
des Rohres zum "bewegen"bekomme und so die Temperatur im Rohrdurchmesser nicht ansteigt.

Gruss

Jörg

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20 Jul 2010 15:10 #20 by katerleo
Hallo, Jörg!

Zum Strom: Wie Chrischan schon gesagt hat, gibt es da eine gewisse Bandbreite. 1,5A/dm² sind der goldene Mittelweg. Bei diesem Wert funktioniert es immer, ohne dass man sich übertriebene Gedanken über Schichtdicke und Rücklösung machen müsste. Voraussetzung: Temperatur im angegebenen Bereich und Umwälzung des Bades, das kann man gar nicht oft genug sagen!
Wenn Du keine Drahtkathode durch das Rohr gelegt hast, findet im Inneren mangels elektrischen Feldes kein Stromfluss, keine Anodisierung und daher auch keine Erwärmung statt; mach Dir in diesem Fall keine Sorgen um die "stehende" Säure.

Bei einem Raum mit einer offenen Wand würde ich keinen Gedanken an den entstehenden Wasserstoff verschwenden, es entstehen über die ganze Eloxierdauer verteilt so etwa 10 Liter, nichts im Vergleich zum Rauminhalt des Zwingers. Da Wasserstoff extrem leicht ist, steigt er sofort an die Decke und fließt über die offene Seite ab ins Freie.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen!
Rudi

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