Hallo, Dieter!
Zu 1:
Zwei Merkmale zeichnen eine Eloxalschicht aus:
1) Sie ist ein guter elektrischer Isolator.
2) Sie ist extrem hart, so etwa Härte 8-9 nach Mohs.
Also:
1) Widerstand der gereinigten Oberfläche messen (Durchgangspiepser); wenn das Gerät keinen Pieps macht, ist die Oberfläche wahrscheinlich eloxiert.
2) Mit einer Reißnadel mit leichtem Druck über die Oberfläche streichen; gleitet die Nadel drüber, ohne zu ritzen, ist die Oberfläche hart und daher eloxiert.
Beim Zusammentreffen von 1) und 2) liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Eloxierung bei nahezu 100%.
Zu beachten ist allerdings, dass manche Lackierungen sehr ähnlich wie Eloxalschichten aussehen und ziemlich ähnliche Eigenschaften haben, allerdigs sind Lackschichten nie so hart wie Eloxalschichten. Wenn Du die Oberfläche eines veredelten Aluminiumteils mit Nitroverdünnung oder Aceton zumindest mattieren kannst, liegt der Schluss nahe, dass eine Lackierung vorliegt.
Zum Abbeizen sind 50 - 100g der NaOH-Kügelchen, gelöst in einem Liter (demineralisiertem) Wasser, eine geeignete Konzentration.
Fertig abgebeizt ist ein Werkstück dann, wenn die Oberfläche butterweich und sehr gut elektrisch leitend ist. Das kann, je nach Dicke der Eloxalschicht, nach 30 sek. der Fall sein, möglich sind aber auch 2 Minuten. Immer wieder mal abspülen und testen, würd ich empfehlen.
Zu 2:
Schau mal hier in den Shop unter Eloxalfarben, da gibts Gold, Bronze, Titan, Kupfer, allerdings keine echten "Farben" mit Metallic-Effekt.
Der ergibt sich bei geeigneter Vorbehandlung (z.B. Feinstbürsten, Kugelstrahlen) der zu eloxierenden Oberfläche ganz von alleine...
Grüße, Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!