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Rot färben will nicht klappen
ich wende mich nun verzweifelt an euch, nachdem ich jetzt mehrere Tag versucht habe ein paar Teile Rot einzufärben, mit verschiedenen settings. Leider bekomme ich immer nur einen rosa oder hellrot ton zustande.
Informationen zu den Werkstücken
Es handelt sich um ALMG3
d außen ist 182mm d innen ist 106mm dicke ist 25mm
Zur Vorbehandlung (Pretreatment):
Glasperlengestrahlt, anschließend mit Natriumhydroxid gereinigt und auch angebeizt
Bad temp 16 ~ 18 °C; 1,5Kg Natriumhydroxid auf 55~60l Wasser
Deutlich sichtbare Reaktion im Bad, verschiedene Verweilzeiten getestet, kein Unterschied feststellbar (10-45 min)
Zur Anodisierung (Anodising):
60l Schwefelsäure frisch angrührt 15%
Bad Temp (mehrere Durchläufe mit je zwei Teilen (immer die selben, weil ergebniss mangelhaft) anfangs -10 °C am ende der Durchläufe 18°C (insgesamt 4 durchläufe)
Behälter steht in einer Tiefekühltruhe, wird über nacht heruntergekühlt, wärend Anodiesierung auch
Gelegentliches Umrühren
Am Titandraht (hier aus dem Shop) aufgehängt
Anodiesiert wird immer eine Stunde bei 8,6 A pro Teil, dh insgesamt 17,2 (habe auch mal bis 23 A gesamtstrom probiert, bei ebenfalls 1h Anodisierung, kein Unterschied)
Zur Färbung (Dyeing):
Gespült wird zunächst mit Leitungswasser, anschließend mit Dem. Wasser
Zum Färben verwende ich Bordauxrot (hier aus dem Shop), 30g auf 10 liter
einziger zusatz ist das Konservirungsmittel, ph wert unbekannt
Färbeversuche ab 40 - 70 Grad durchgeführt, bei hoher Temp beste erfolge (siehe Bilder) allerdings noch zu "dünn".
Zur Verdichtung (Sealing):
Ich habe gernicht erst verdichtet, da das ergebniss unzufridenstellend war/ist.
Kann mir bitte mal jemand einen Tipp geben, whier der Hund begraben ist?
Wenn man die Teile natur lässt, sehen die Spitze aus, aber färben will nicht so richtig.
mfg Wurzel
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- Christoph Drube
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wurzel wrote: Bad Temp (mehrere Durchläufe mit je zwei Teilen (immer die selben, weil ergebniss mangelhaft) anfangs -10 °C am ende der Durchläufe 18°C (insgesamt 4 durchläufe)
Behälter steht in einer Tiefekühltruhe, wird über nacht heruntergekühlt, wärend Anodiesierung auch
Gelegentliches Umrühren
Am Titandraht (hier aus dem Shop) aufgehängt
Anodiesiert wird immer eine Stunde bei 8,6 A pro Teil, dh insgesamt 17,2 (habe auch mal bis 23 A gesamtstrom probiert, bei ebenfalls 1h Anodisierung, kein Unterschied)
Zumindest bei den ersten Teilen ist das Bad deutlich zu kalt - bei solch tiefen Temperaturen lassen sich vernünftige dekorative Anodisierungen nicht erzielen. Nach den Bildern zu urteilen ist die Schichtbildung selbst gleichmäßig, nur ist es eben eine Harteloxalschicht, deren Einfärbung (wie man sieht) nur mangelhaft ist.
Am besten für dekorative Anodisierungen ist immer eine möglichst gleiche Temperatur von etwa +19°C. Man kann tiefer beginnen - dann sollten +10°C aber nicht unterschritten werden.
"Gelegentliches Umrühren" dürfte bei solchen Strömen und Temperaturunterschieden schon nicht mehr reichen. Ich würde auf jeden Fall einen Rührpropeller etc. eintauchen, damit die Grenzschicht an den Teilen nicht zu warm wird und der Temperaturverlauf flacher ist.
Bis zur Erzielung eines befriedigenden Ergebnisses auf jeden Fall nur mit einem Werkstück arbeiten.
Die Kontaktierung gefällt mir nicht so richtig. Bei 9 Ampere wird es mit zwei 1,5mm-Drähten schon eng. Ich würde vier V-förmige Klemmungen in der Art eines aufgehängten Adventskranzes empfehlen.
Zur Färbung (Dyeing):
Gespült wird zunächst mit Leitungswasser, anschließend mit Dem. Wasser
Zum Färben verwende ich Bordauxrot (hier aus dem Shop), 30g auf 10 liter
einziger zusatz ist das Konservirungsmittel, ph wert unbekannt
Färbeversuche ab 40 - 70 Grad durchgeführt, bei hoher Temp beste erfolge (siehe Bilder) allerdings noch zu "dünn".
Wie lange wurde gefärbt?
Ist das Bad auf dem Bild das Farbbad? Wenn ja: sind das wirklich 3g/Liter? Das Bad sieht sehr "dünn" aus.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks
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erstmal danke für die Antwort.
Das ich eher Hartanodiesiere, hab ich mir schon fast gedacht/vermutet. Ich werde den nächsten Versuch nicht so kalt Starten. Die Teile auf dem Bild waren gestern mein letzter versuch, das bad hatte hier eine Anfangstemp von 12°C und am ende 17°C. Das würde ja eigentlich im Fenster liegen zum Dekoeloxieren. Kann es da an der mangehaften Umwälzung liegen, das ich Hartanodiesiert habe?
Eigentlich würde ich es mir eher umgekehrt vorstellen.
Ich werde mich auf jedenfall um eine Umwälzung bemühen.
Mich wundert sowieso schon die ganze Zeit, das ich recht hohe Spannungen fahre, im Vergleich zu anderen Projekten, die hier im Forum erörtert werden. Bei diesem Letzten Durchgang hatte ich zu Beginn eine Spannung von 19,5 V und am ende 22,6V, was mir eigentlich etwas hoch erscheint. (Ich fahre natrülich mit Stromregelung, aber das Gerät zeigt ja auch die Spannung an). Das könnte ja ein an meinen zu dünnen versorgungs & aufhängungsdrähten liegen (Titandraht). Hat die Spannung einen Einfluß auf die Schicht? Ich könnte mir zwar vorstellen, das die meiste Spannung an den Drähten abfällt, aber vieleicht hat das ja noch einen einfluß?
Beim nächsten Versuch werde ich es so machen, wie du Vorgeschlagen hast.
Ich habe verschiedene Färbebadzeiten versucht, das ergebniss unterschied sich nur margial ab einer Zeit von über 20 min, darunter war es dünner. Ich hatte die Teile auch mal für 45 min im Färbebad, das hat aber kaum einen Unterschied zum ergebniss mit 20 min gebracht.
Ich bin mir wirklich sicher, das ich 30g auf 10l Farbbad habe. Ich hatte aber auch den eindruck, das es etwas dünn wirkt, kann mich da aber auch täuschen, da ich sonst noch nie rot gefärbt habe, sondern hauptsächlich schwarz und da ist das Bad ja so "dick" das man nicht mehr durchsehen kann.
sind eventuell 3g/l für einen Satten Farbton doch zu wenig?
mfg Wurzel
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wurzel wrote: Das ich eher Hartanodiesiere, hab ich mir schon fast gedacht/vermutet. Ich werde den nächsten Versuch nicht so kalt Starten. Die Teile auf dem Bild waren gestern mein letzter versuch, das bad hatte hier eine Anfangstemp von 12°C und am ende 17°C. Das würde ja eigentlich im Fenster liegen zum Dekoeloxieren. Kann es da an der mangehaften Umwälzung liegen, das ich Hartanodiesiert habe?
Nein. Die mangelhafte Umwälzung führt aber zu deutlich erhöhten Temperaturen an der Grenzschicht, so dass die Schichtbildung massiv gestört wird.
Ich würde anhand der bisherigen Daten darauf tippen, dass das Bad zu wenig Umwälzung und zuwenig Temperatur hatte.
Mich wundert sowieso schon die ganze Zeit, das ich recht hohe Spannungen fahre, im Vergleich zu anderen Projekten, die hier im Forum erörtert werden. Bei diesem Letzten Durchgang hatte ich zu Beginn eine Spannung von 19,5 V und am ende 22,6V, was mir eigentlich etwas hoch erscheint. (Ich fahre natrülich mit Stromregelung, aber das Gerät zeigt ja auch die Spannung an). Das könnte ja ein an meinen zu dünnen versorgungs & aufhängungsdrähten liegen (Titandraht). Hat die Spannung einen Einfluß auf die Schicht? Ich könnte mir zwar vorstellen, das die meiste Spannung an den Drähten abfällt, aber vieleicht hat das ja noch einen einfluß?
Nicht direkt. Die absoluten Spannungswerte sind wenig aussagekräftig, da diese von vielen Faktoren abhängen (Säurekonzentration, Abstände, Bauteilgeometrie, Temperatur, Sättigung mit Aluminiumionen usw.).
Färbezeiten sind ok, das sollte halt für Bordeauxrot nicht unter 10 Minuten liegen.
Ich bin mir wirklich sicher, das ich 30g auf 10l Farbbad habe. Ich hatte aber auch den eindruck, das es etwas dünn wirkt, kann mich da aber auch täuschen, da ich sonst noch nie rot gefärbt habe, sondern hauptsächlich schwarz und da ist das Bad ja so "dick" das man nicht mehr durchsehen kann.
sind eventuell 3g/l für einen Satten Farbton doch zu wenig?
Hmm, dann täuschte das Foto etwas (obwohl ich mir das nicht vorstellen kann). 3g/Liter sind vollkommen ausreichend für eine tiefrote Färbung. Bei 5 Gramm ist diese schon fast schwarz. Für eine Färbung in der Art der missglückten Teile benötigt man nicht mehr als 0,1g(!)/Liter.
Ich habe im Labor zwei Proben mit Bordeauxrot angefertigt (siehe Bilder). Der 50ml-Messkolben enthält 0,103g Bordeauxrot, die dann etwa 2g/Liter entsprechen - und durch dessen Bauch (etwa 40mm Durchmesser) kann man schon nicht mehr hindurchschauen (=schwarzer Eindruck).
Das Reagenzglas mit 2ml Flüssigkeit enthielt nur noch Spuren von Bordeauxrot (1,2mg) und hat bereits in etwa die Sättigung des "Problembades".
Meiner Meinung nach ist die Sättigung des Färbebades für 3g viel zu schwach - keinesfalls darf man da noch irgendetwas von den Teilen (geschweige denn den Behältergrund) erkennen.
Wurde auch alles Bordeauxrot gelöst?
Wenn noch Material vom AlMg3 vorhanden ist: Minimaleloxierung durchführen, also Werkstück nur halb einhängen und oberhalb des Bades kontaktieren. Das schließt dann schonmal Kontaktprobleme aus.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks
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heute gab es einen neuen Versuch mit fast schon übertriebener Umwälzung. Habe die Teile jetzt Adventskranzartik aufgehangen und versuchsteile in Schwarz und danach in Rot gemacht. Die Schwarzen waren spitze, besser wie die sonst ereichte qualität. Das Buche ich mal der Umwälzung zu, das war wirklich sinnvoll. Danke nochmla für den Tipp, habe ich nicht einer deartigen Bedeutung zugedacht.
Die Teile die ich Rot gefärbt habe, sind zwar einen Tick dunkler geworden, aber immernoch meilenweit von Rot entfernt. Allerdings, ist mir eingefallen, das ich dieses Rot nicht von euch aus dem Shop habe. Ich gehe mal davon aus, das diese Farbe anders gemischt werden muss und nu wirklich zu dünn ist. Ich habe leider keinerlei verarbeitungshinwiese dazu. Ich tippe jetzt mal, das der mangehafte erfolg wirklich auf die Farbe, besonders auf die konzentration zurückzuführen ist (obwohl die wirklich 3g/l angerührt ist und auch wirklich alles gelöst wurde). Deshalb sicher auch der Unterschied, zu denn von dir angefertigeten Vergleichsproben, das ist ja wirklich signifikant.
Ich habe mir vorhin noch etwas rot bei euch bestellt und hoffe damit bessere ergebnisse zu erzielen. Hoffentlich ist die Farbe bald da, ich kann es kaum erwarten, erneut zu Versuchen
Vielen Dank nochmal bis hierher.
MfG Wurzel
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wurzel wrote: heute gab es einen neuen Versuch mit fast schon übertriebener Umwälzung. Habe die Teile jetzt Adventskranzartik aufgehangen und versuchsteile in Schwarz und danach in Rot gemacht. Die Schwarzen waren spitze, besser wie die sonst ereichte qualität. Das Buche ich mal der Umwälzung zu, das war wirklich sinnvoll. Danke nochmla für den Tipp, habe ich nicht einer deartigen Bedeutung zugedacht.
Die Teile die ich Rot gefärbt habe, sind zwar einen Tick dunkler geworden, aber immernoch meilenweit von Rot entfernt. Allerdings, ist mir eingefallen, das ich dieses Rot nicht von euch aus dem Shop habe. Ich gehe mal davon aus, das diese Farbe anders gemischt werden muss und nu wirklich zu dünn ist. Ich habe leider keinerlei verarbeitungshinwiese dazu. Ich tippe jetzt mal, das der mangehafte erfolg wirklich auf die Farbe, besonders auf die konzentration zurückzuführen ist (obwohl die wirklich 3g/l angerührt ist und auch wirklich alles gelöst wurde). Deshalb sicher auch der Unterschied, zu denn von dir angefertigeten Vergleichsproben, das ist ja wirklich signifikant.
Das erklärt natürlich alles.
Aber das ist uns leider nicht unbekannt. Was hier manchmal (insbesondere aus Fernost) von Firmen als "Farbstoff" angeboten wird, ist schon eine Frechheit. "Konzentrierte Farblösungen", die mit Mühe die Konzentration eines Sealingbades nach dem Ausbluten erreichen. Bei den Pulvern kann man zum Teil sogar die Streckmittel sehen. Mit einem Farbstoff hat das alles wenig zu tun. Aber Hauptsache, man unterbietet den Preis der Konkurrenz - und wenn man dafür nochmal strecken muss
Das fotografierte Farbbad und diese Färbeergebnisse lassen sich mit unserem Bordeauxrot bei 0,1-0,2g/Liter erzielen.
Ich habe mir vorhin noch etwas rot bei euch bestellt und hoffe damit bessere ergebnisse zu erzielen. Hoffentlich ist die Farbe bald da, ich kann es kaum erwarten, erneut zu Versuchen
Da sollten Größenordnungen dazwischenliegen
Ich hoffe, dass das Problem damit gelöst ist - es sieht ja ganz danach aus.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks
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heute habe ich wieder Eloxiert. Die gleichen Teile, gleiche Vorgehensweise wie das letzte mal. Nur diesmal mit Farbe von euch.
Das ergebniss spricht bände: Die Teile hatten nach ca. 10 sec die gleiche Farbsättigung wie in der anderen Farbe nach 20min und sind danach natürlich noch deutlich dunkler geworden, so wie sie sollten. Gemischt wurde wieder 3g/l.
Danke nochmal für die Hilfestellung. Ab sofort werde ich nur noch bei euch die Farbe beziehen, denn Grund muss ich nicht zusätzlich nennen, denke ich.
Mfg wurzel
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