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Eloxierneuling braucht Hilfe.

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25 Sep 2009 18:34 #21 by mathew
Hi,

ich habe ein paar Teile und möchte es auch einfach mal ausprobieren und ggf. auch ein paar Freunden was eloxieren.
Habe nichts der gleichen, also Bindemittel usw.. Werde die Anlage draußen aufbauen, auf den Balkon, und ein Dach darüber machen.
Groß wird das Ganze nicht werden und ich habe ja ein Doppelbecken.
Ich könnte ja das äußere Becken mit einer Lauge füllen, welche gekühlt wird. Sobald das Säurebad undicht sein sollte, dann neutralisieren die sich gegenseitig. Wäre eine Idee.

Sicherheit bin ich mir bewusst. Habe ja im Chemieunterricht aufgepasst.

Gruß

Mathieu

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07 Oct 2009 16:26 #22 by mathew
Hi,

also kurzes Update.

Habe mir jetzt zwei 4,5L PP Behälter geholt, ebenfalls 37%ige Batteriesäure und destilliertes Wasser.
Habe auch einen leeren Kanister für destil. Wasser da zur Aufbewahrung oder sonstiges.
So, Mischung war ja ca. 1:1.5. Also in 1,5L destl. Wasser kommen 1L Bat. Säure.

Werde als erstes eine Testreihe mit verschieben großen Fläche Aluminium an 12V und 500mA.
Denke 500mA sind insofern gut, als das es eben langsam ist und somit die Chance auf Fehlern geringer ist, oder ist das anders?
Ist es sinnvoller die Angabe von 1,5A/dm² einzuhalten?

Ich weiß, dass 12V nicht sehr viel sind und somit die Schicht eher dünner als dick wird, aber kann ich das durch eine Verlängerung der Badedauer ausgleichen?

Wie kann ich mein Elektrolyt lagern bzw. aufbewahren und wo wird es entsorgt?

Und prinzipiel zum Aufbau. Hatte ja ein Doppelwannensystem im Hinterkopf. Habe zur Sicherheit auch die innere Wanne doppelt gekauft. Die äußere überlege ich noch. Wäre es sinnvoll die äußere mit einer leichten Natronlauge zu füllen, falls mal was überlaufen sollte?

Gruß

Mathieu

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08 Oct 2009 11:21 #23 by sehr gut
Ach Mathieu,

die 12V sind eigentlich O.K. Höhere Spannungen bekommst du im Amateur-Bereich eh nur selten.
500mA sind ziehmlich wenig!! Die Empfehlung von 1,5A/dm2 ist schon sehr OK.
Wenn du nun geringfügig niedrigere Werte hast, so kann man das u.U. durch längere Anodisierzeiten ausgleichen. Hier gilt in etwa: halber Strom / doppelte Zeit. Umgekehrt funktioniert das aber nicht. D.h. doppelter Strom / halbe Zeit ist nix gut!!
Die Schichtdicke hängt von sehr vielen Faktoren ab. Aber ich denke im Amateur-Bereich hast du keinen Einfluss auf eine höhere Spannung.
Das Mischungsverhältnis Säure:Wasser kannst du auch 1:1 machen.
Lagern kannst du die Säure in Kunststoff-Kanistern ( du hast einen? ). Probiere aber vorher an einer kleinen Menge ob der Kunststoff auch resistent ist.
Entsorgung von Chemikalien:
Schau mal im Download-Verzeichnis. Da findest du ein entsprechendes Dokument. Ich erinnere hier aber noch mal eben daran, daß in Abflussreiniger eigentlich auch nur Schwefelsäure enthalten ist.
Zwei Wannen in einander zu stellen ist erstmal eine gute Idee. ABER NUR DANN, WENN DIE ÄUßERE WANNE EINE NUMMER GRÖßER IST WIE DIE INNERE!!!!!!
Wenn nicht, hängt die Innere i.d.R. in der Äußeren. D.h. sie steht nicht mit ihrem Boden auf sondern das ganze Gewicht hängt am oberen Rand.
Die äußere Wanne mit Lauge füllen, falls die Innere mal überläuft??
1. Natronlauge neutralisiert sich in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit
2. Was passiert wenn die Äußere überläuft? Also noch eine Wanne? Und um die abzusichern noch eine und noch eine??
3. Bedenke bitte nochmal, entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Dann solltest du eigentlich mit einer Wanne auskommen. Ich persönlich habe immer ein Problem mit ´gemischten´ Chemikalien bzw. verschiedenen Chemiekalien in einem Behälter.

Gruß
Dirk

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08 Oct 2009 14:41 #24 by mathew
Hi,

also in die äußere Wanne nur Wasser und natürlich größer..
Ja, das mit der Zeit war mir klar. Habe noch was mit 19V und 2,5A. Könnte für kleinere Teile aber zuviel sein. Habe nämlich Teile der Größe einer m7x8 Schraube zB.. Könnte diese natürlich gleichzeitig reinstellen, so vergrößert sich die zu anodisierende Fläche.
Also auf meinem Kanister steht PE-HD und 02 im Dreieck. PE ist schonmal säureresistent, gut zu verschließen ist der auch.

Werde mir gleich mal die Entsorgung anschauen.
Mir sind auch die Gefahren von Säuren und Laugen bewusst. Habe ihre Wirkung bereits im Chemieunterricht gesehen und habe Respekt davor.

Ich habe jeweils nur eine Chemiekalie in einem Behälter.
SChwefelsäure hier und dann die Natronlauge da.

Noch eine Frage zur Natronlauge, die ich heute in geringen Mengen anrühren wollte.

Also in normales oder destilliertes Wasser? Wieviele Kügelchen pro 100ml? Soll ich das einfach ausprobieren oder gibt es auch da Richtwerte?

Danke für Eure Geduld mit mir. =)

Gruß

Mathieu

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08 Oct 2009 18:13 #25 by forbo
Replied by forbo on topic Eloxierneuling braucht Hilfe.
Hi Mathieu

du bist ein lustiges kerlchen
willst aber jetzt nicht Kügelchen zählen um Natronlauge anzusetzen?
Zumal die Kügelchen nicht unbedingt gleich gross sein werden.

Also, hier kannst es im Forum nachlesen unter  
Natriumhydroxid

Gruß
Peter

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08 Oct 2009 18:15 #26 by mathew
Hi,

ja nee, habe ca. 5g reingepackt. Hat gereicht. Ich sitz nicht rum und zähl jedes Kügelchen ab, soviel Zeit hab ich nicht. ;)

Habe aber jetzt ein Problem. Ich weiß nicht, wie ich mein Werkstück am besten einhängen könnte. Titandraht ist vorhanden.

Drumwickeln ist kein Thema, aber dann auf der 'Brücke' aufhängen, sodass das Werkstück wenn möglich gleichweit von beiden Platten entfernt ist....

Gruß

Mathieu

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08 Oct 2009 19:48 #27 by mathew
Und hier ein paar Bilder.

Die Brücke oben ist abnehmbar, sodass ich nach dem Anodisierungsvorgang die Werkstücke schnell rausbekomme.
Bleiplatten sind beidseitig und eine Ampere-Anzeige ist ebenfalls aufgestellt. Das 2. Becken kommt dann noch außen dran.

Werde morgen dann wohl die ersten Tests durchführen. Werde mir dabei eines 19V und 2,5A Gerät zu Nutzen machen. Durch den Widerstand der Säure sollte der Strom sinken. Schätze mal auf 1-1,5A. Werde ich ja dann sehen. Notfalls kommen stärkere 12V Geräte zum Einsatz. Werde aber noch berichten.

Gruß

Mathieu

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08 Oct 2009 21:45 #28 by sehr gut
Mathieu,

sind deine Netzteile eigentlich regelbar? Wenn nicht, wirst du wahrscheinlich feststellen, das sich der Strom proportional zur Oberfläche verhält.

Zur Aufhängung: Du weisst, daß du die Teile in mehrere Bäder hängen mußt.
Du mußt also deinen Draht in jedem Becken an einer ´Brücke´ festmachen.
Zwischen den Bädern spülen; die gereinigten -, die anodisierten - , die eingefärbten Teile möglichst nicht anfassen.
Vorschlag: Statt einer festen Brücke nimmst du eine ´bewegliche´. D.h. du machst deine Werkstücke einmalig am Draht und den an der ´Brücke´ fest. Diese Brücke nimmst du dann von Bad zu Bad mit. Nur im Anodisierbad schraubst du das Kabel an die Brücke. Diese Brücke kann ein simples Flacheisen mit einem Gewinde sein.

Dirk

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08 Oct 2009 21:51 #29 by mathew
Hi,

ja ich weiß, problematisch, daher auch die Testreihe mit verschieden großen Flächen. Möchte erfahren wann ich welchen Strom vom 19V 2,5A Netzteil habe.
Ohne diese Testreihe traue ich mich erstmal nicht ans eloxieren meiner Teile.

Werde mir in den kommenden Monaten ein Labornetzgerät kaufen. Aber 150€ kann ich als Schüler nunmal nicht einfach aus dem Ärmel schütteln.^^

Habe ja eine bewegliche Brücke, muss die aber noch ein wenig ausbessern. Müsste irgendwie noch ein Gerüst bauen...und das Kabel braucht eine Öse oder so...

Gruß

Mathieu

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09 Oct 2009 13:03 #30 by mathew
Testreihe beginnt.

Erste Fläche: 33cm² Alublech.
Strom 370mA und 19V Spannung.

Mit der Formel 1,5A/100cm² kommt man bei 33cm² auf einen Sollwert von ca. 450mA. Mit 370mA bin ich gar nicht mal so schlecht bedient.

Das dauert jetzt erstmal.

450mA = 3600sek
1mA = 1620000sek
370mA = 4378,37 sek <--- so lange sollte es drin liegen.Ca. 72 Minuten.

Es wird Wasserstoff am Blei frei, was ein gutes Zeichen ist. Die Menge hällt sich ebenfalls in Grenzen.

Gruß

Mathieu

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09 Oct 2009 15:58 #31 by mathew
Moin,

Es ist geschafft. Ein paar Macken sind da, Farbfehler zB. dadurch, dass ich beim Versiegeln nachschütten musste und die Temp. auf unter 93°C gesunken ist.
Denke auch, dass ich etwas mehr Elektrolyt brauche, damit das Werkstück auch wirklich ganz tief unten liegt, ohne an die Oberfläche oder auf die Unterseite zu kommen.
Erfreuend finde ich die Tatsache, dass da wo der Titandraht drumgewickelt war, es trotzdem alles Schwarz geworden ist.

Hier noch ein Bild.
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Gruß

Mathieu

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12 Oct 2009 23:49 #32 by mathew
Moin,

hätte mal eine Frage.
Kann man sagen, dass der Anodisierungsvorgang vorbei ist, sobald kein Wasserstoff mehr am Blei entsteht oder ist der Vorgang schon vorher vorbei?
Also meine ersten Versuche sind an sich gut, nur ziemlich unterschiedlich.

Das erste Teil, nicht das von oben, hat einen kräftigen schwarzen Ton, glänzt auch schön usw., beim zweiten Teil war das Schwarz nicht so kräftig, beim dritten Teil war das Schwarz zwar wieder kräftig, dafür aber die Eloxalschicht nicht so kratzfest wie zuvor...

Gruß

Mathieu

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14 Oct 2009 13:26 #33 by mathew
Habt ihr mich schon satt, oder wieso meldet sich keiner? =)

Kann man sagen, dass der Anodisierungsvorgang vorbei ist, sobald kein Wasserstoff mehr entsteht?

Gruß

Mathieu

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14 Oct 2009 15:29 #34 by sehr gut
Hallo Mathieu,

also erstmal müßen einige hier auch mal arbeiten und schauen daher nicht unbedingt täglich vorbei.

Dann zum Anodisieren: Wie auch aus der Eloxieranleitung von Herrn Drube hervorgeht, gibt es eigentlich kein Ende des Vorgang´s.
Beim anodisieren baut das Aluminium eine kristalline Schutzschicht auf.
Dummerweise isoliert diese Schutzschicht sodaß das Aluminium nach aussen den Strom nicht mehr leitet. Dadurch daß die Schutzschicht aber noch sehr ´labil´ ist und die elektrische Energie steigt, schlägt der Strom irgendwann ´durch´ und zerstört die Schicht wieder.
Theoretisch wird die Schicht also erst aufgebaut und dannach immer wieder ab- und erneut aufgebaut.

Die Farbaufnahme hängt steht aber unmittelbar mit der Schicht in Verbindung. D.h. schlechte Schicht => schlechte Farbsättigung.
Grundsätzlich gilt aber, daß eine längere Anodisierung eher von Vorteil ist
( wobei erheblich zu lang dann wieder erheblich negativ ).
Übrigens: Eine zu lange Verweildauer ( mehrere Stunden ) im Farbbad läßt die Teile später ´stumpf´ bzw. matt aussehen.

Soweit erstmal. Meine Familie ruft.

Dirk

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14 Oct 2009 19:02 #35 by mathew
Hallo Dirk,

danke für deine Antwort. Habe auch Verständnis dafür, dass manche hier arbeiten müssen.

Ah ok, eine neue Erkenntnis. 10 Minuten im Farbbad sind gut, habe ich bemerkt, da das Teil am Ende glänzender erscheint, als wenn ich es 20 Minuten drin lasse.
Woran erkannt man, dass die schicht am Aluminium dick genug ist im Anodisierbad? Meine Aluteile färben sich meist Champagnerfarbend. Da nehme ich sie meistens raus, bzw. warte noch ein wenig, so ca. 30-45 Minuten.
Meine Ströme sind ja recht niedrig, ebenfalls arbeite ich aber auch mit kleinen Flächen...

Gruß

Mathieu

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14 Oct 2009 19:22 #36 by sehr gut
Mathieu,

die Farbe des Alu´s nach dem anodisieren ist einzig und alleine von der Legierung abhänig und hat absolut nichts mit der Schichtdicke zu tun.
( Wobei keine Schicht => keine Farbänderung // war aber wohl klar?! ).

Wenn sich die Schicht einmal aufgebaut hat, kannst du sie durch längeres anodisieren nicht dicker machen. Länger im Bad lassen bringt also nichts, schadet aber ( in Grenzen ) auch nicht.
Du solltest nach der Formel vorgehen und im Zweifelsfall eben länger anodisieren ( kostet halt Strom ).

Wenn du die Spannung ablesen kannst, so könntest du feststellen, daß diese nach einer gewissen Zeit um ein paar Volt sinkt. Nimm das als Anhaltspunkt dafür, daß die Schicht gebildet wurde.

Dirk

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14 Oct 2009 19:26 #37 by mathew
Hi,

ah ok, das mit der Spannung wusste ich noch nicht.
Meine Ströme sind recht niedrig, zu niedrig wie ich finde, obwohl mein Netzteil 2,5A und 19V leistet.. Hätte mir schon höhere Ströme erhoft, da ich beim ersten Werkstück, was ich anodisiert hatte, doch auf 300-400mA kam.

Nach der Formel kann ich halt nur schlecht gehen, da mein Netzteil nicht regelbar ist und ich meinem Messgerät bezüglich Strom nicht ganz vertraue..

Gruß

Mathieu

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16 Oct 2009 11:30 #38 by mathew
Hi,

also das Eloxieren läuft immernoch gut.
Komme jetzt zum Endspurt. Die letzten Teile für mich werden gerade anodisiert.

Gestern hatte ich mein Werkstück aus dem Bad geholt, nachdem die Spannung von 18,74 auf 18,71V gesunken war. Ich weiß aber nicht, wie tief sie sinken wird, bis die Schicht ihre maximale Stärke erreicht hat. Werde es heute, bzw beobachte es zurzeit. Spannung liegt wieder bei 18,74V. Strom bei ca. 500mA. Ausreichend für die geringe Fläche die ich anodisiere.

Gruß

Mathieu

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19 Oct 2009 14:54 #39 by Siggi
Replied by Siggi on topic Eloxierneuling braucht Hilfe.
hallo mathew,
wenn du zufällig in der nähe von frankfurt/main wohnst und willst mal vorbei und auch reinkommen, dann melde dich mal. ich kann dir mit sicherheit einige hilfreiche tipps geben oder bei mir mal das eine oder andere ausprobieren. bin gut ausgerüstet, auch mit netzteilen.
e-mail : siggi-corbach@arcor.de
gruss,siggi

siegward corbach
Am Treutengraben 21
60488 Frankfurt/Main
telefon : 069.57 26 98
e-mail : siggi-corbach@arcor.de

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19 Oct 2009 15:19 #40 by Siggi
Replied by Siggi on topic Eloxierneuling braucht Hilfe.
mathew
hallo mathew,
wohnst du in der nähe von frankfuert/main ? das wäre prima.
nimm mal mit mir kontakt auf. kann dir einige tipps und verfahrensweisen zeigen, oder dir anbieten mal vorbeizuschauen und hier deine testreihe probieren. deine probleme sin grundlegender art und du tust gut daran eine testreihe durchzuführen. auch wegen des netzteils kann ich dir rat
geben.würde mich freuen wenn ich dir helfen kann.
e-mail: siggi-corbach@arco.de
grüss, siggi

siegward corbach
Am Treutengraben 21
60488 Frankfurt/Main
telefon : 069.57 26 98
e-mail : siggi-corbach@arcor.de

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