Hallo,
die Bildung ist hauptsächlich vom an der jeweiligen Stelle fließenden Strom abhängig.
Je weiter der Weg von der Anodeoberfläche zur Kathode ist, desto geringer sind dann auch die Ströme, so dass man schon auf einen halbwegs ausgewogenen Abstand achten sollte.
Beispielsweise geht man bei hinterschnittenen Teilen oder Innenräumen von Schichtdicken aus, die um 30-40% geringer sind, wenn man da nicht gegensteuert. Bei Sonderteilen, die definierte Schichtstärken haben müssen, werden sogar eigens angefertigte Kathoden verwendet, die dann z.B. auch 'Ableger' in das Bauteil hinein haben.
Ein ausgleichender Effekt ist, dass dort, wo schon hohe Schichtdicke vorhanden ist, der Widerstand zunimmt, so dass die übrige Fläche entsprechend stärker anodisiert wird. Dies gleicht die Feldstärkeschwankungen aber nicht aus.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks