Hallo,
in der Tat ist mit konzentrierter Schwefelsäure nicht zu spaßen.
Man kann es nicht oft genug erwähnen: Schutzkleidung (zumindest alte Kleidung), säurefeste Handschuhe und vor allem Schutzbrille verwenden.
Mit solchen Vorsichtsmaßnahmen ist es dann auch nicht gefährlich, Säure zu verdünnen. Da die 96%ige Säure schon fast wie Öl fliesst, kann man sie gut z.B. an einem Glasstab oder eine schräg gestellten Glasscheibe ins Wasser 'gleiten' lassen. So handhaben wir es hier bei solchen konzentrierten Säuren und das klappt gut. Dabei gut rühren, bis keine Schlieren mehr sichtbar sein, dann sollte das kein Problem sein.
Bei einem Liter sollte nichts passieren, wenn man den in fünf Minuten in das Wasser einrührt.
Also: Respekt? ja - Angst? nein
Für das nächste Mal würde ich aber trotzdem zur 38%-Batteriesäure raten. Die ist wesentlich ungefährlicher. 96%ige Schwefelsäure ist so hygroskopisch, dass z.B. Holz direkt verkohlt!
50%ige Natronlauge ist nicht ganz so kritisch, aber auch hier sollte man die Lauge langsam ins Wasser fliessen lassen.
Um auf etwa 15-20% Schwefelsäure zu kommen, sollten 1 Teil Säure auf 5 Teile Wasser verwendet werden. Noch besser ist es natürlich, wenn Du mit dem Aräometer arbeitest. Bei 15% Säuregehalt musst Du eine Dichte von etwa 1,15g/cm³ haben, insofern passen Deine Werte schon ganz gut.
Der genaue Wert ist aber auch nicht so kritisch. Alles zwischen 12% und 20% ist durchaus ok.
Als Gefäß sollte für die Verdünnung jedes robustere Kunststoffgefäß (PVC, PP, PE) ausreichen - nur die konzentrierte Schwefelsäure greift (über eine längere Zeitdauer) auch Kunststoffe an. Bereits die 38%ige Autobatteriesäure kommt aber in normalen PE-Kanistern in den Handel.
Die Natronlauge sollte zur Reinigung auf 5-10% verdünnt werden, also im Verhältnis 1:3 bis 1:4. Wenn Du satinieren (also beizen) möchtest, würde ich die Lauge unverdünnt lassen.
Das Netzteil ist allerdings etwas schwach für 30 x 10 cm (=300 cm²) - eventuell hilft eine längere Badzeit bei leichter Kühlung (+10-15°C), auf die erforderliche Schichtstärke zu kommen - die 150cm² sollten damit aber mit 1,5A/dm² anodisierbar sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks