Wenn die Zeit insgesamt ausreichend war, sieht man keine Unterschiede zwischen hingewandten und abgewandten Seiten.
Man darf sich das nicht wie bei einer Lackierung vorstellen, wo nur sichtbare Flächen lackiert werden. Das elektrische Feld wirkt im gesamten Bad und eloxiert aufgrund des geringeren elektrischen Widerstandes immer genau die Stellen des Werkstücks, die noch keine so dicke Schicht gebildet haben.
Die Schichtbildung regelt sich also(erfreulicherweise) ganz automatisch
Bei der Massenproduktion werden die Teile zum Teil sogar einfach in Drahtgitterkörbe gekippt, die dann als Kathode fungieren und das ganze Ding ins Bad getaucht. Durch die Kontaktstellen der Rohlinge fliesst dann der Strom in alle Teile.
Die Kontaktstellen sind selbst bei dieser Brachialmethode später kaum zu sehen. Und wirklich schlechte Teile werden eben ausgesondern und nochmal gebeizt etc.
Einzelstücke werden natürlich so befestigt, dass die Kontaktstelle später nicht sichtbar ist (Gewindegang etc.)
Das kostet dann aber eben auch ...
Die Idee mit dem Löffel ist nicht schlecht. Das sollte ganz gut funktionieren. Allerdings darf der Strom dann nicht zu gross sein, sonst erhitzt sich das Material an den Übergangsstellen zu stark.
Also lieber länger und dafür weniger Strom.
Dann sollte es funktionieren
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks