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Anfängerfrage zur Anordnung im Eloxierbad

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16 Nov. 2025 11:06 #1 von Matthias
Hi zusammen,

ich bin neu beim Eloxieren und habe gerade mit dem Starterset meine ersten 2 Testobjekte gefertigt, welche zu 99% perfekt sind, es gab nur das Problem mit dem Gastrobehälter (siehe Thread "Gastro Behälter verwendbar").
Das verwendete Materie, welches ich auch in Zukunft immer nutzen will ist AW5083 (Al + 4,5%Mg + 1%Mn) was ja nicht zu den besten Kandidaten für Top Farbergebnisse zählt. Nichts desto trotz kam ein super Ergebnis heraus.

Im Prozess, kamen mir dann aber doch noch Fragen auf. Ich habe beide Stücke mit einer Titanschraube an einem Titandraht befestigt und bei dem Draht auf gleiche Länge geachtet. Dann beide über einen Kunststoffträger separiert und am Ende des Drahtes Beide mit dem Pluspol verwunden. Die Teile sind nahezu gleich groß und aus dem gleichen Rohmaterial (identische Platte).

War mir auffiel und Fragen aufwirft. Eines der beiden Teile bildete signifikant mehr Gasbläschen. Ich habe daraufhin die beiden Teile getrennt zum Pluspol des Labornetzteiles geführt und den Strom separat gemessen. Dieser war sehr ähnlich, wenn auch leicht erhöht, dort wo mehr Gasblasen waren. Da ich in Zukunft mehrere identische Teile Eloxieren möchte stellen sich mir nun Fragen:

1.) Macht es einen Unterschied wie weit das Objekt von der Kathode weg ist?
2.) Spielen die Abstände zwischen den Teilen einen Unterschied?
3.) Gibt es Mindesabstände?
4.) Was ist sonst noch zu beachten?

Optisch kann ich zwischen beiden Teilen keine Unterschiede erkennen, die Schichtdicke kann ich nicht messen.

Zu den Bildern:
Vorderseite ist zu 100% perfekt gelungen
Rückseite ist zu 95% es gibt kleine leicht grünliche Schlieren gegen das Licht. Gegebenfalls hängt das mit der Verunreinigung durch den Gastrobehälter zusammen, was mich nur wundert, es ist bei beiden Objekten identisch und immer auf den Gegenüberliegenden Seite zum aufgeklemmten Titandraht.

Danke ans Forum habe hier schon viel gelernt.

Matthias

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16 Nov. 2025 14:34 #2 von Matthias
Hi,

noch ein Nachtrag. Ich habe viel mit 800 grid die Eloxal schicht bearbeitet und dann mit dem Mikrometer vermessen. So meine ich min. 20µm Schichtstärke (zumind. shwarze Schicht) habe. Cool gar nicht so übel .... Bei Schleifen merkte man erst wie robust die Schicht ist.

PS: Die Flecken auf der Rückseite waren mit 1200Grid sehr einfach zu beseitigen, auch gut zu wissen

Schon mal vielen Dank an das Team, hätte nie gedacht das beim ersten mal mit einfachen Bordmitteln so ein Ergebnis erzielbar ist.

Gruß

Matthias

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25 Nov. 2025 11:09 #3 von Christoph Drube
Hallo Matthias,

sorry für die verspätete Antwort - wir stecken im Moment in der Umstellung der alten auf eine komplett neue Seite und da gibt es viel Arbeit (die komplette Datenbank/Forenmigration bspw.).

zu 1.) Macht es einen Unterschied wie weit das Objekt von der Kathode weg ist?

Er sollte nicht zu klein sein (immer auf die Werkstückgröße bezogen). Zum einen muss die Säure gut zerkulieren können, zum anderen ist der Feldverlauf bei geringem Abstand sehr unterschiedlich, so dass das dann zu Schichtstärkenänderungen führen kann. Wenn es machbar ist, ist etwas mehr Abstand fast immer besser.

2.) Spielen die Abstände zwischen den Teilen einen Unterschied?

Eher weniger - solange eine gute Umwälzung gewährleistet ist.

3.) Gibt es Mindesabstände?

Nein. Es hängt immer von der Bauteilgeometrie ab. hat man bspw. Bleche, die eloxiert werden sollen, so können diese durchaus näher an den Kathoden (vorne und hinten) platziert werden - solange die Umwälzung im Bad (also eigentlich der Wärmehaushalt) funktioniert. Hat man aber ein geometrisch komplexeres Bauteil, so ist mehr Abstand besser für eine gleichmäßigere Feldstärke (und damit gleichmäßigerer Schicht).

4.) Was ist sonst noch zu beachten?

Viel ;-) Nein - grundsätzlich sieht das doch schon recht gut aus. Bei mehreren Bauteilen an einer Stromquelle hat mit immer Bauteile, die weniger elektrischen Widerstand haben, als andere und die natürlich dann auch erstmal stärker bestromt werden. Da die Schicht aber für höheren Widerstand sorgt, gleicht sich das über die Dauer meist aus.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks

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