Wie angekündigt, hier weitere Fortschritte vom Zusammenbau der Kühlung für das Anodisierbecken.
Einzelteile des Wärmetauscher sind angefertigt und liegen für den Zusammenbau parat.
Mit diverse Verbindungen, Reduzierstücken, Schlauchtüllen, Silikonschläuche und Schellen werden die Titanrohre verbunden und in dem eigentlichen Tauschergehäuse, einem elektropolierten Edelstahlbehälter, eingebaut.
Nachdem ich zuvor das vorhandene Titanmaterial mittels Parallelanordnung eingebaut und die Kühlleistung getestet habe, entschied ich mich dann doch für die Reihenanordnung, für die ich bei Herr Drube weiteres Rohrmaterial geordert habe.
Die Parallele Anordnung ergaben eine Austauschfläche von 600 cm², die Anordnung in Reihe ergaben dann doch stolze 1050 cm². Getestet wurde unter fast gleichen Bedingungen. Temperatur des Kältemittels betrug -14 °C, die Säure in meinem Anodisierbecken ca. 18 °C.
Im eigentlichen Eloxierbecken befinden sich mindestens 38,7 Liter, im Überlaufbecken 3,9 Liter und in den Titanrohren sowie Silikonschlauchverbindungen ca. 0,5 Liter Schwefelsäure. Je nach Geometrie des zu anodisierenden Bauteils und dem auszugleichenden Pegel im gesamten System befinden sich dann zwischen 43 – 46 Liter Säure die es zu kühlen gilt.
Für den Test befindet sich übrigens kein Blech im Becken welches hier unnötig Wärme einbringen würde.
Wie man der Grafik in Bild 9 entnehmen kann, erreiche ich einen beachtlichen Kühlgewinn von ca. 9°C mehr als im ersten Versuch mit der Parallelanordnung.
Noch mehr Kühlung wird gewonnen, wenn das Kältemittel zu Beginn des eloxierens ca. -21°C beträgt oder aber mehr Kältemittel in der Gefriertruhe eingelassen wird und zu guter Letzt einfach ein oder zwei weitere Titanrohre im Wärmetauscher verbaut werden. Genug Platz ist in dem Edelstahlbehälter allemal.
1. Eine 100 Liter Gefriertruhe welche aktuell mit 75 Liter Wasser und Gefrierschutz bis -30°C gefüllt ist.
2. Eine 30 Watt Aquariumpumpe steht in der Truhe und läßt an den seitlich angeordneten Zu- und Ablaufschläuchen das Kühlwasser über den Wärmetauscher zirkulieren.
3. Parallel angeordnete Titanrohre welche mittels Teflon T-Stücke und Silikonschläuche als zusammengerolltes Konstrukt im ersten Versuch verbaut wurden.
4. Hier die in Reihe angeordneten Titan-Rohre welche eine viel kompaktere Bauweise darstellt und trotz der größeren Austauschfläche immer noch Platz im Tauschbehälter übrig lässt.
5. Kühlbehälter im rohen Zustand. 1,5 mm Wandstärke, Deckel und Flansch jeweils 5 mm Stark und ca. 46 cm hoch sowie einen Innendurchmesser von 127 mm. Passende Dichtung sowie 8 Stück M5 VA-Schrauben halten das Kühlwasser dort wo es hingehört.
6. Innenansicht des Deckels, Wärmetauscherrohre werden an die hier sichtbaren Reduzierstücke über Schlauchtüllen und PVC Tankdurchführungen angeschlossen.
7. Zusammengeschraubt und gegen Kondenswasser geschützt. Vorerst nur die Mantelfläche.
8. Nach Abschluss diverser Testdurchgänge, Schrauben und Verbindungen nochmals nachgezogen, dann auch den Deckel an den Seiten isoliert. Sieht etwas komisch aus, aber erfüllt seinen Zweck.
9. Das Diagramm spricht für sich.
Ich warte noch auf Einzelteile für den Bau einer Temperatursteuerung und werde zu gegebener Zeit berichten.
Gruß Reiner