Hallo Forumsmitglieder,
ich habe regelmäßig Probleme mit Porenverschluß und Lochfraß. Der heutige Ausschuß:
Legierung: AlMg4.5Mn
Größe: 220x150x8, Platte mit etwas Fräsarbeiten.
Oberflächenbehandlung: manuell geschliffen mit Wasserschleifpapier, gespült in Wasser, NaOH 15min @ 20°C, gespült in Wasser. Danach ins Eloxierbad eingebracht.
Badgröße 380x250x200mm, ~18l, Oxalsäure, 1.1g/cm**3, ph 2.0. Das Bad ist relativ frisch angesetzt, 3 Einsätze.
Badtemperatur 16°C vorher, 20°C nachher
keine Kühlung, keine Umwälzung, keine Belüftung
An zwei Stellen mit Ti-Schrauben in einem Gewinde kontaktiert, dann Ti-Draht
Dauer 2h, 15V, 1.5A
Kathode: AlMG1, zweimal 380x200mm
Der Strom ist nach Faustformel (1.5A/dm**2) viel zu niedrig. Unmittelbar nach dem Einhängen habe ich für ein paar Sekunden 5A, fällt dann aber auf 1.5A ab und bleibt dort.
Es gibt am Teil eine kleine Stelle (etwa 5mm x 3mm) irgendwo mitten auf dem Teil mit massivem Lochfraß. Der Rest der Oberfläche hat eine hauchdünne Oxydschicht und nimmt keinen Strom mehr an, man kann also Färben und Verdichten vergessen, vom Loch mal abgesehen.
Sowas habe ich immer wieder; ein später eingehängtes Teil (kleiner, aber gleiches Material) kam ohne Lochfraß raus. Auch bei dem Teil ist der Strom viel kleiner als die 1.5A/dm**2. Mal sehen ob die Schicht zum Färben reicht, bin aber skeptisch.
Synopsis:
Die Oberfläche bildet im Bad sehr schnell eine geschlossene Oxydschicht, dann gibt's Lochfraß wegen lokal zu hoher Stromdichte.
Hat irgendwer einen guten Tip?
Gruß
gnagfloW