Hallo!
Zwar auch kein Profi, aber engagierter Amateur...
Der Strom war sicher zu gering bemessen. Pro Quadratdezimeter (= 100 Quadratzentimeter) sollten 1,5 A fließen, in Deinem Fall wäre die Regelstromstärke also 1,5/100*40 = 0,6 A pro Bauteil gewesen. Bei dem von Dir eingestellten Strom von 0,1 - 0,2 A pro Bauteil hat sich sicher keine Schicht gebildet, da war die Rücklösung durch die Säure gewiß stärker, noch unterstützt durch die doch recht "kräftige" Konzentration von 20%.
Auf den "Nachher"-Bildern sieht es so aus, als wären leicht lösliche Legierungsbestandteile (Zink, Kupfer?) durch die Säure aus dem Material gefressen worden. Das verwendtete Material dürfte daher (nach Augenschein, reine Vermutung, da Legierung unbekannt!) generell nicht ideal für dekoratives Eloxieren geeignet sein.
Möglicherweise könnte auch das Kugelstrahlen seinen Teil am Mißerfolg haben: Wenn mit der Strahlpistole oder in der Strahlkabine/Box schon mal Eisen oder Stahl gestrahlt wurde und sich im Strahlrohr bzw. der Düse oder in der Box Eisenpartikel abgelagert haben, können die Glaskugeln einen permanenten Strahl von Eisenpartikeln in die Alu-Oberfläche geschossen haben. Dann ist eine solche Oberfläche geradezu vorprogrammiert.
Mach mal einen Test mit dem gleichen Material: nicht strahlen, reinigen in Alu-Reiniger oder Natronlauge, Regelstromstärke, Säure auf ca. 15% (Dichte 1,1) eingestellt.
Grüße, Rudi
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Wenn Du sicher bist, richtig gemessen zu haben, miss nochmal!