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Leichte Verfärbung des Schwefelsäurebades schädlic

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17 Okt. 2005 09:55 #1 von Gast
Gleich mein erster Versuch zu Eloxieren ging schief ! Vermutlich lag es am Draht mit dem ich mein Werkstück in das Eloxalbad eingehängt hatte. Mir wurde zwar zugesichert dass es sich um V4A-Draht handelt, aber beim Eloxieren stiegen hauptsächlich am Draht, und nicht am Werkstück Blasen auf. Zudem verfärbte sich mein Eloxalbad vom Draht ausgehend leicht rötlich !!! Ich habe den Versuch nach kurzer Zeit abgebrochen und warte jetzt auf meinen Titandraht.
Ist denn mein Schwefelsäurebad nun hinüber, oder ist die leichte Verfärbung unkritisch ? Für den Fall dass ich es entsorgen müsste, kann mir auch jemand sagen woher man Kalk zum Neutralisieren bekommt ?

Danke und Grüße
Andreas

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17 Okt. 2005 17:38 #2 von Christoph Drube
Hallo Andreas,

ja, das hört sich nicht nach hochwertigem Edelstahl an ...

Am Werkstück dürfen aber sowieso keine Blasen aufsteigen, sondern *nur* an der Kathode!

Das Anodisierbad ist auf jeden Fall nicht mehr zu verwenden, da Fremdionen Gift für die Eloxalschicht sind.

Zur Entsorgung der Säure würde ich mir Branntkalk, Putz oder Ähnliches aus dem Baumarkt holen. Das ist sehr preiswert (40kg um die 2-3 Euro) und neutralisiert die Säure.
Eine andere Möglichkeit ist, so lange Ätznatron hinzuzugeben, bis die Lösung neutral ist (pH-Wert 7). Dann kann man diese ohne Bedenken in den Ausguss kippen, da sie nur noch Glaubersalz (Na2SO4) enthält.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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  • Reinhard
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18 Okt. 2005 17:51 #3 von Reinhard
Mir ist das Gleiche passiert. Habe bei eBay V2A 'Pilkerdraht' erstanden, der an der Anode regelrecht verrostet ist und das Bad versaut hat.
Was ist eigentlich Pilkerdraht? Weiß jemand Rat?

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19 Okt. 2005 04:57 #4 von Gast
Hallöchen

Pilker sind Kunstköder für das Angeln, meisst wird ein Pilker für das Meeresangeln benutzt (für Dorsche, Barracuda usw.). Viele Hersteller nutzen nur minderwertiges vernickeltes Material, das für Heimisches Gewässer ausreichend ist aber im Meerwasser schneller verostet. Daher wird gezielt für das Meeresangel benötigte Kunstköder (Hersteller bedingt) V2A bzw. auch V4A Stahl gefertigt.
Der Pilker selbst ist eigentlich aus Guss oder anderen günstigen schweren Metallen (Blei) gefertigt. Jedoch wird für das Anbringen einer Angelschnur und für die Haken die am Pilker befestigt werden ein Draht benötigt, der mit in den Pilker eingegossen wird. Dieser ist dann aus V2A oder auch mal aus V4A.
Daher der Begriff ' Pilkerdraht '

Hoffe das hilft dir weiter ;)

mfg
Uwe P.

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19 Okt. 2005 07:43 #5 von Christoph Drube
Hallo nochmal,

erst einmal Dank an Uwe für die Erklärung - man lernt doch nie aus :-)

Da es immer wieder Probleme mit offenbar minderwertigem Draht gibt, hab ich (endlich) Titandraht in Eloxierqualität ins Programm aufgenommen. Titan ist leider nicht ganz billig aber damit hat man dann definitiv Ruhe. Und ewig hält er auch noch ;-)

So wie es aussieht, kann ich demnächst auch weitere Sachen aus Titan anbieten, insbesondere Schrauben und Muttern.

Gibt es Vorschläge dazu, was genau benötigt wird?
M4? M8?

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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19 Okt. 2005 11:39 #6 von Gast
Was für ein Zufall !!!

Mein Fehlschlag beruhte auch auf einem Pilkerdraht von ebay ! Und dieser wurde sogar als V4A (1.4576) angeboten !!!

Was passiert ist könnt Ihr ganz oben lesen, bzw. Reinhard beschreibt dasselbe ! Also Finger weg von dem Zeug, ich habe mir inzwischen den Titandraht hier im Shop bestellt, dann dürfte nichts mehr schief gehen.

Grüße
Andreas

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20 Okt. 2005 13:22 #7 von DEC
Hallo,
also V2A Draht ist sowieso ungenügend da dieser in der Säure rostet, wenn man Edelstahldraht verwenden will muss es auf jeden Fall V4A sein

MfG
Sascha Schäfer

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03 Nov. 2005 13:46 #8 von Gast
Also, mein Tipp an dieser Stelle: Alu-Schweißdraht. Ich verwende immer Alu-Draht vom WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen) für die Aufhängung des Werkstücks, habe damit die besten Ergebnisse erzielt; einziges Problem:
Da ich die Drähte auch beim Versiegeln am Werkstück lasse, sind diese Drähte nach einmaliger Benutzung leider nicht mehr verwendbar.
Dafür ist es aber eine echte Preisalternative zu V4A!

Gruß,

Hendryk Theile

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06 Nov. 2005 15:47 #9 von micbu
Hallo,

leider habe ich auch mit V4A sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe mir eine Wanne aus V4A gemacht. Bereits nach ca. 15min war das Bad dann aber tiefgrün, ja fast schwarz. Warum klappt das auch nicht mit V4A (und das ist es definitiv)? Ich werde jetzt wohl auch auf Titan umsteigen.

Gruß, Michael

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07 Nov. 2005 15:34 #10 von Reinhard
Hallo alle!

Ich setze nach mehreren Fehlversuchen mit V2A und V4A usw. nun
nur noch Alu-Blechstreifen ein. Stärke 2 mm, Breite ca. 1 cm. Dieser Streifen wird nun gebogen wie ein großes 'U' in etwa oder besser wie ein 'OMEGA'. Unten ist der offene Teil und es entsteht eine Kneife, mit dem man das Werkstück (in meinem Fall Alu-Platten) mit etwas Druck in die Zange nimmt. Der Stromübergang ist dann seitlich und ist nicht zu sehen. Der Strom läuft sehr gut durch die Platte. Anoden-Anschluß ist oben am Bogen und auf jeden Fall außerhalb des Bades. Da ich in flachen Fotoschalen eloxiere befinden sich von meiner Kneife auch nur ca. 1/2 bis 1 cm im Eloxierbad. Diese Stellen eloxieren mit, na und? Die Kontaktstellen muss man vor jedem neuen Eloxiervorgang mit einer Metallfeile kräftig freiputzen, damit der Stromzugang gut ist.

Die Kathode ist ebenfalls eine Alu-Platte, die an einer Seite abgewinkelt ist und ca. 4 cm aus 'dem Wasser' schaut. Hier kann man wiederum direkt sein '-' Kabel anschrauben. Man braucht also auch hier keinen V4A oder Titandraht.

Ich will dem Christoph ja das Geschäft mit dem Titan nicht kaputtmachen, aber für uns Hobby Eloxierer tuts die Alu-Lösung allemal.

Grüße Reinhard

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08 Nov. 2005 08:18 #11 von Christoph Drube
Hallo Reinhard,

von 'Kaputtmachen' kann keine Rede sein :-)
Ich erwähne Aluminiumblech/-draht ja selbst explizit.

Bei Reintitan hat man den Vorteil, dass der Draht quasi 'ewig' hält und man ihn während der gesamten Bäderkette verwenden kann. Der Draht wird dabei weder gebeizt, noch anodisiert, noch eingefärbt.

Ein anderes Problem hat man, wenn man Aluminium unterschiedlicher Legierungen verwendet. Dann kann es aufgrund der Spannungspotentiale dazu kommen, dass z.B. nur der Draht eloxiert wird und das Bauteil nicht (hab ich alles schon gehabt...).

Bei gleicher Legierung und Verwendung in nur einem Farbbad ist Aluminium natürlich gut geeignet.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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