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Schichtdickenmessgerät

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04 Aug. 2009 20:42 #1 von Lars
Schichtdickenmessgerät wurde erstellt von Lars
Hallo
Was für Geräte gibt es um die Eloxsal schichtdicke zu messen die auch noch bezahlbar sind?

Diese standart 0, 8, 15, Schichtdickenmessgeräte gehen da nicht oder?

Gruß Lars

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06 Aug. 2009 12:23 #2 von weiß_,m
weiß_,m antwortete auf Schichtdickenmessgerät
mikrometer??
bei 200um hast du im durchmesser oder bei blechen immerhin 0.4mm
bei 100um hast du 0.2mm
bei 50um hast du immerhin noch 0.1mm
bei 25um hast du noch immer 0.05 im durchmesser oder bei blechen auf beiden seiten ;)

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06 Aug. 2009 12:24 #3 von weiß_,m

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06 Aug. 2009 12:37 #4 von Lars
Lars antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Ich denke du hast keinen schimmer wovon ich rede ;-)

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06 Aug. 2009 15:15 #5 von squiddy
Normalerweise geht doch sowas mit Ultraschall oder? Sowie bei Lackschichtmessung an der Karosserie...

Musst also z.B. vorher am Blanken teil messen, und dann zum Vergleich am fertigen. Glaub ich.

Sowas ist aber ganz schön teuer oder?
www.praezisionsmesstechnik.de/pmgpt/schi...te/festesonde/produk te.html

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06 Aug. 2009 17:32 #6 von Christoph Drube
Hallo!

Es gibt verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Eloxalschichtdicke. Das wohl meistverwendete ist die Messung mit Hilfe von Wirbelströmen:
Durch ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld aus der Sonde werden im leitenden Material (hier Aluminium) Wirbelströme erzeugt, die wieder auf die Sonde zurückwirken. Je schwächer dieses geschieht, desto dicker ist die dazwischenliegende nichtleitende Schicht.
Meist eicht man die Sonde vorher an definierten Schichten.
Wichtig ist dabei, dass der Untergrund dick genug ist, damit sich die Wirbelströme ausbilden können. Genauigkeit: etwa 1µm.

Ansonsten gibt es die Möglichkeit, die Durchschlagsspannung zu messen. Je höher diese ist, desto größer ist die Schichtdicke. Erzielbare Genauigkeiten liegen dabei um die 10%.

Ansonsten kann man z.B. klare Schichten auch per Mikroskop vermessen, wobei jeweils auf das Grundmetall und dann auf die Oberfläche scharf gestellt wird und die Differenz zur Berechnung der Schichtdicke dient. Selbstredend erfordert das einen genauen Trieb.

Oder man giesst das Stück in Harz ein, schleift entsprechend ab und betrachtet das unter dem Mikroskop.

Ultraschall geht natürlich auch, allerdings muss man da mit den Poren aufmerksam sein (Verfälschungsgefahr).

Ich würde nach Wirbelstrommessgeräten suchen (benutzen wir hier auch), aber explizit nachfragen, ob das Gerät auch für Aluminium und Eloxalschichten geeignet ist oder ein Rückgaberecht vereinbaren und selbst testen.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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06 Aug. 2009 22:19 #7 von Lars
Lars antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Hallo Christoph,
Danke für deine ausfühliche erklärung.

Würdest du mir euren geräte hersteller und modell bezeichnung sagen?

Gruß Lars

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07 Aug. 2009 07:43 #8 von forbo
forbo antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Hallo Lars

Schau mal hier rein

URL

Laut Angaben kann man damit auch Eloxal auf Aluminium messen.
Je nach dicke deines Geldbeutel haben die auch dickere Geräte ;-)

wie gut die sind, habe ich leider keine Ahnung.

Gruß Peter

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07 Aug. 2009 08:25 #9 von Gast
Gast antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Hallo Christoph,

die Möglichkeit mit den Durchschlagspnnungen schenit mir interessant, da wir bei mir im Geschäft viele dieser Geräte haben. Gibt es eine Tabelle mit Werten, welche Spannung (AC / DC) welcher Dicke entsprechen.

Gruss Bernardo

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07 Aug. 2009 10:34 #10 von Christoph Drube
Hallo!

Wir haben hier ein Isoscope MP0, allerdings ein älteres Modell, das wir auch schon gebraucht gekauft haben.

Die Durchschlagspannung wird meist mit 37V/µm angesetzt. Diese fällt zu sehr hohen Schichtstärken (100µ und mehr) langsam ab. Da - anders als bei der Wirbelstrommessung - die Schichteigenschaften (Porosität etc.) in das Ergebnis mit einfliessen, sollte man sich entsprechende Referenzbleche etc. anfertigen und dann die Werte entsprechend interpolieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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02 Sep. 2009 17:13 #11 von forbo
Habe mir nun ein CM-8822 Schichtdickenmessgerät mit F/NF Sonden 1000um
für 129.90EUR + 19.90EUR Versand zugelegt. Über Ebay aus Hong Kong.

Funktionsprinzip: magnetische Induktion / Wirbelstrom (F/NF)

Natürlicherweise nur englische Anleitung, aber gerät ist einfach zu bedienen und ich bin sehr zufrieden damit. Inkl. Aufbewahrungsbox!

Gruss Peter

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03 Sep. 2009 21:10 #12 von Lars
Lars antwortete auf Schichtdickenmessgerät
hm meinst du wirklich das taucht was?

wie hast du es eigentlicht geschafft das so günstig zu bekommen?

Der bei ebay hat 50 stück davon will aber rund 200 + 25€ versand haben trotz Preisvorschlag will es nicht so richtig.

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03 Sep. 2009 22:11 #13 von forbo
Hi Lars

hier hab ich den link.

[img
stores.shop.ebay.ch/easylifeproduct__W0Q...sZ1QQ_fsubZ279570016

Also, nach meinen ersten eindrücken finde ich es eine Gutes gerät. Man muss es einfach vor Gebrauch kurz kalibrieren, ist ja alles dabei.
Ganz klar, denke ich schon auch, dass ein Profi gerät noch besser sein wird, aber für meinen Haus Gebrauch ist es allemal ausreichend.

Gruss Peter

Ps.
Ach ja, Lieferung dauerte schon 14Tage.
Mit dem Ruderboot von Hongkong nach Europa dauerts halt was Längers
Zollkosten kommen noch dazu, hab ich ganz vergessen

[img
Hersteller Link

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  • Matt456
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05 Sep. 2009 23:09 #14 von Matt456
Matt456 antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Hallo,
hier gibt es sehr guenstige Messgeraete:

www.filmetrics.de

Filmetrics stellt preiswerte Dünnfilm Messsysteme her, die es ermöglichen Dünnfilme zwischen 3nm bis 0.5mm zu messen.

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06 Sep. 2009 15:11 #15 von Lars
Lars antwortete auf Schichtdickenmessgerät
Danke Peter,
für deine Links haben mir sehr weiter geholfen hab mir das Handgerät bestellt.

Gruß Lars

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24 März 2014 13:47 #16 von smutjes
Hi,

ich grabe den Thread nochmal aus. Ich habe mir auch das CM-8822 Schichtdickenmessgerät geholt und habe drei Fragen dazu.

1) Wie geht ihr genau vor, um das Gerät zu kalibrieren? Die Al Unterlage hat ja auch schon eine Schichtdicke, die muss doch auch berücksichtigt werden, oder?

2) Bei Natureloxierten Sachen zeigt das Gerät ca. 20µm an. Wenn die Teile gefärbt sind, kommen Werte mit bis zu 300µm heraus. Ist das normal?

3) Es kommen auch extrem Unterschiedliche Werte heraus, wenn ich auf kleinere Röhrchen messe oder auf kleinen Flächen. Wie breit sollte die Messfläche sein?

Ich hoffe Ihr könnt mir da weiter helfen.

Grüße
Markus

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26 März 2014 14:06 #17 von Christoph Drube
Hallo!

smutjes schrieb: Hi,
ich grabe den Thread nochmal aus. Ich habe mir auch das CM-8822 Schichtdickenmessgerät geholt und habe drei Fragen dazu.

1) Wie geht ihr genau vor, um das Gerät zu kalibrieren? Die Al Unterlage hat ja auch schon eine Schichtdicke, die muss doch auch berücksichtigt werden, oder?


Ich kenne dieses Gerät selbst nicht, aber bei unserem von Karl Deutsch liefert eine sog. Zweipunktkalibrierung die genauesten Werte: zuerst wird dann mit einer dünnen Kunststoffolie definierter Dicke (die möglichst den unteren Rand des erwarteten Messbereichs darstellt) kalibriert, danach mit einer Folie der zu erwartenden Maximadicke der Schicht.

Wichtig dabei ist, dass das auf dem entsprechenden Material (auch geometrisch!) geschieht. Möchte man also die Schichtdicke außen an einem Röhrchen messen, so wird die Kalibrierung auch auf diesem durchgeführt.

Wenn der untere Erwartungswert = 0 ist, dann misst man den ersten Punkt einfach direkt auf dem Material.

2) Bei Natureloxierten Sachen zeigt das Gerät ca. 20µm an. Wenn die Teile gefärbt sind, kommen Werte mit bis zu 300µm heraus. Ist das normal?


Nein, das ist definitiv nicht korrekt. Die Schichtdicke sollte sich durch die Färbung nicht ändern, schon gar nicht auf das 15-fache!. 300µm sind 0,3mm - das müsste man beim Drüberstreichen schon deutlich fühlen.

3) Es kommen auch extrem Unterschiedliche Werte heraus, wenn ich auf kleinere Röhrchen messe oder auf kleinen Flächen. Wie breit sollte die Messfläche sein?


Das ist normal, da die Wirbelströme sich je nach Geometrie anders ausbreiten. Deswegen sollte die Kalibrierung immer an geometrisch identischen Objekten vorgenommen werden - idealerweise also vor dem Eloxieren am Werkstück selbst.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Drube
Electronic Thingks

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26 März 2014 15:42 #18 von smutjes
Hi,

danke für deine ausführliche Antwort.

Das habe ich mir schon fast gedacht, dass es zu wenig Material ist. Dadurch kommen auch die Werte um 300µm etc. zustande.

Entsprechende Folien zum Kalibrieren und ein Stahl- bzw. Aluplättchen sind bei dem Messgerät auch dabei.

Dan müsste ich doch das Referenzteil vorher abbeizen, damit die Oxidschicht ca. 0µm ist. Oder wie stark wird so eine natürliche Schicht?

Könnte ich das Gerät auch mit einem Titanblech kalibrieren und anschließend die Eloxalschicht messen?

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