Hallo!
Die genaue Konzentration ist bei der Salpetersäure nicht kritisch - industriell werden 15-25% verwendet.
Generell kann man überschlagsmäßig so rechnen, dass man immer die Menge reiner Säure im Ausgangsgebinde berechnet. Man muss also die 1000ml Säure wiegen (Prozentangaben ohne weitere Zusätze sind immer Gewichtsprozente, meist steht die Dichte auch auf dem Etikett) und hätte dann:
0,52*ermittelte Masse = reine Säure (=A)
Dann rechnet man diese auf die gewünschte Endkonzentration (bei 15% also 150g pro Kilogramm) um:
(150g/A)*1000ml = benötigte Menge der Ausgangssäure (pro Liter)
Diese rührt man dann einfach in eine passende Menge destilliertes Wasser (Vorsicht: Säuren erwärmen sich stark, wenn man sie verdünnt!) und füllt dann bis auf 1000g auf - fertig!
Zur Verwendung von Salpetersäure: Man nimmt diese
1.) nach der Reinigung/Beize der Stücke, um eventuelle Aluminate aufzulösen
2.) nach der Anodisierung, um die Farbaufnahme zu verbessern (insbesondere, wenn die Teile vor der Färbung zwischengelagert werden)
3.) Zum Abziehen mißglückter Färbungen (natürlich vor einer Verdichtung!). Durch das Tauchen werden die Farbstoffe aus den Poren gelöst
Wichtig ist: danach immer kurz im Wasserbad spülen, um die Säurereste zu entfernen.
Soda kann man zur Neutralisierung der Schwefelsäure verwenden. Bei einer gründlichen Spülung hat sich das aber als fast nie notwendig herausgestellt (wird in der nächsten Anleitung auch nicht mehr explizit drinstehen).
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks