Hallo Klaus,
Nach dem Stromfluss zu urteilen, geschah folgendes:
Ganz zu Anfang war noch keine Schicht vorhanden, deshalb auch der Strom sehr hoch. Dann fiel er bei steigender Schichtstärke und damit zunehmendem Widerstand entsprechend ab - soweit ist alles ok.
Danach wurde vermutlich die Säure an der Grenzschicht langsam wärmer und begann, die Schicht vermehrt abzutragen. Der ansteigende Strom hat dann zu immer größerer Erwärmung geführt und die Schicht weiter abgetragen.
Durch dieses Abtragen werden auch die Poren oberflächlich größer.
Bei der Färbung wurde die Schicht, die übriggeblieben war, gefärbt. 60°C ist schon recht warm, da kann durchaus schon eine leichte Versiegelung einsetzen. Diese dürfte die dünnen Porenbereiche bereis halb verschlossen haben, so dass die restliche Farbe nur noch 'locker' in den angelösten Porenbereichen haftete und man sie nach dem Sealing abwischen konnte.
Das sind leider die Probleme, denen man sich ohne Spannungs- und Stromregelung gegenüber sieht. Da gibt es dann durchaus Prozesse, die selbstbeschleunigend sind.
Immerhin hat es ja soweit funktioniert, dass das Ergebnis ok ist
Für das nächste Mal würde ich zumindest ein dickes Drahtzementpoti in die Stromzufuhr legen und damit per Hand den Strom auf dem gewünschten Wert halten. Noch besser ist natürlich ein geregeltes Netzteil, aber das sollte klar sein
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks