Passwortänderung / Changing password

Bitte legen Sie Ihr Passwort neu fest, da Ihr verschlüsseltes Passwort nicht ins neue Forum übernommen werden konnte!
Please set a new password, because we couldn't migrate it to the new forum!

Erster Test

Mehr
29 Nov. 2007 22:43 #1 von Wirrspan
Erster Test wurde erstellt von Wirrspan
Moin,
ich hab heute zum ersten mal ein Teil eloxiert und, obwohl es gut geklappt hat, hab da noch 2 Fragen:
Die Eloxierwanne fast 2 Liter und ist mit 1 Liter 17 %iger Säure gefüllt. Als Kathode hab ich ein 5mm starkes Alublech genommen. Als Stromquelle dient eine kleine Autobatterie. Das Werkstück hängt an 2 Titandrähten.
Bei dem Teil handelt es sich um einen 9mm starken Adapterring von 100mm Durchmesser mit einem 64mm Loch und diversen Bohrungen und Taschen. Die Gesamtoberfläche liegt bei ca. 150mm². Daraus ergibt sich ein Strom von 2,25 A für 1 Stunde.
Nach dem Einschalten floss ein Strom von ca. 5A, der innerhalb von 2-3 Minuten auf 3A sank. Dann aber stieg er wieder und überschritt nach ca. 20 Minuten 5A. Da das Messgerät nur bis 5A ging hab ich es da lieber abgeklemmt und das Teil nach 45 Minuten rausgenommen.
Hier nun meine 1. Frage:
In der Anleitung heiste es :'Während des Wachstums der Eloxalschicht erhöht sich deren elektrischer Widerstand und der Stromfluss sinkt.'
Wieso ist bei mir der Strom gestiegen?

Nach dem Anodisieren hab ich das Teil gespült und für 20 Minuten in tiefschwarze farbe mit 60° gehängt. Dann 60 Minuten in Wasser gekocht.
Nach dem Trocknen sah das Teil aus wie gleichmässig mit Ruß überzogen. Diese 'Rußschicht' konnte ich mit einem Lappen einfach wegpolieren und darunter war eine weniger matte gleichmässig schwarze Eloxalschicht.
Die 2. Frage:
Woher kam diese 'Rußschicht'? Zu lange in Farbe gebadet?

Insgesammt hat alles prima geklappt, fürs erste Mal bin ich zufrieden. Ich war erstaunt das der Strom mit einer Autobatterie so hoch wurde.

Gruß,
Klaus

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
01 Dez. 2007 09:45 #2 von Christoph Drube
Christoph Drube antwortete auf Erster Test
Hallo Klaus,

Nach dem Stromfluss zu urteilen, geschah folgendes:
Ganz zu Anfang war noch keine Schicht vorhanden, deshalb auch der Strom sehr hoch. Dann fiel er bei steigender Schichtstärke und damit zunehmendem Widerstand entsprechend ab - soweit ist alles ok.
Danach wurde vermutlich die Säure an der Grenzschicht langsam wärmer und begann, die Schicht vermehrt abzutragen. Der ansteigende Strom hat dann zu immer größerer Erwärmung geführt und die Schicht weiter abgetragen.
Durch dieses Abtragen werden auch die Poren oberflächlich größer.

Bei der Färbung wurde die Schicht, die übriggeblieben war, gefärbt. 60°C ist schon recht warm, da kann durchaus schon eine leichte Versiegelung einsetzen. Diese dürfte die dünnen Porenbereiche bereis halb verschlossen haben, so dass die restliche Farbe nur noch 'locker' in den angelösten Porenbereichen haftete und man sie nach dem Sealing abwischen konnte.

Das sind leider die Probleme, denen man sich ohne Spannungs- und Stromregelung gegenüber sieht. Da gibt es dann durchaus Prozesse, die selbstbeschleunigend sind.

Immerhin hat es ja soweit funktioniert, dass das Ergebnis ok ist :-)

Für das nächste Mal würde ich zumindest ein dickes Drahtzementpoti in die Stromzufuhr legen und damit per Hand den Strom auf dem gewünschten Wert halten. Noch besser ist natürlich ein geregeltes Netzteil, aber das sollte klar sein ;-)

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
02 Dez. 2007 01:45 #3 von Wirrspan
Wirrspan antwortete auf Erster Test
Hallo Christoph,
danke für die Antwort. In der Tat wurde die Säure deutlich warm. Ich werde das nächste mal eine Stromregelung dazwischenschalten und bei 50% färben.

Gruß,
Klaus

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.