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Fremdstoffe im Eloxalbad?

  • Marc
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14 Apr. 2005 21:01 #1 von Marc
Fremdstoffe im Eloxalbad? wurde erstellt von Marc
Guten Tag,

kann ich mehrteilige Baugruppen, die nur an der im zusammengebauten Zustand offenliegenden Oberfläche eloxiert werden müssen (muß nicht mehr zerlegt werden) auch zusammengebaut eloxieren? Bzw. mit was für Schrauben sollte ich die Teile zusammenschrauben (außer Aluschrauben vielleicht, da schwer in 99%Alu zu bekommen), damit nicht nur die Schrauben eloxiert werden?
Habe schon Versuche mit Edelstahlschrauben gemacht, aber die scheinen irgendwie beschichtet zu sein, da nur die Schrauben beim eloxieren Bläschen absondern und nicht die Aluteile. Vielleicht habe Ich aber auch nen leichten Denkfehler in der Abfolge der Materialien (edel, unedel von + nach -)...
Dasselbe Ergebnis hatte ich mit Edelstahlschweißdraht, NUR der Draht reagierte mit dem Eloxalbad.
Aber der Schweißdraht müsste eigentlich reiner Edelstahl sein, dachte ich zumindest.
Warum funktioniert das nicht als Leiter?
Oder reagiert das Aluminium auch im Eloxalbad, ohne daß sich an der Oberfläche Bläschen bilden?
Kann ich vielleicht Nylonschrauben (PA) zum zusammenschrauben nehmen? Werden die von Schwefelsäure angegriffen?

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16 Apr. 2005 10:53 #2 von Christoph Drube
Hallo!

Zuerst einmal: Grundsätzlich kann man natürlich auch ganze Baugruppen zusammenschrauben und eloxieren.

Edelstahlschrauben sollten eigentlich funktionieren, die bei Ihnen auftretenden Bläschen scheinen tatsächlich auf eine Beschichtung der Schrauben hinzudeuten.

Beim Eloxieren müssen auf jeden Fall am Aluminiumwerkstück Blasen aufsteigen.

Was für Edelstahl verwenden Sie?

Kunststoffschrauben sind natürlich die ideale Lösung.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube

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  • Marc
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20 Apr. 2005 12:39 #3 von Marc
Marc antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Auf den Schrauben ist nur der Vermerk 'Niro Güte A 2' zu lesen, aber kein Hinweis auf irgendwelche Beschichtungen.
Vielleicht drehe Ich mir ja auch ein paar aus PA oder POM. Das müßte ja dann funktionieren.
Und bezüglich des Edelstahldrahtes: Hier wird dann wahrscheinlich auch irgendeine Beschichtung drauf sein, oder?
Was für Draht nehmen Sie vorzugsweise?
Oder was für Edelstahl müßte Ich dann nehmen, damit das ganze funktioniert?

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22 Apr. 2005 19:13 #4 von Christoph Drube
Hallo nochmal!

Eigentlich sollten die Schrauben funktionieren. Woran es jetzt genau liegt, ist per Ferndiagnose schwer zu sagen.
Meinen Edelstahldraht habe ich damals im Baumarkt gekauft. Welcher Typ das genau war, kann ich leider nicht mehr sagen.

Bezüglich der Schrauben mache ich mich aber auf jeden Fall nochmal schlau, denn eigentlich sollte Edelstahl immer problemlos funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube

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  • 3pbauer
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12 Juni 2005 14:28 #5 von 3pbauer
3pbauer antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
ich habe die selbe feststellung mit edelstahl gemach .
ich habe edelstahlschweissdraht vom schutzgasgerät und edelstahl
stäbe vom autogengerät getestet und habe festgestellt das eine grosse blasenbildung am schweissdraht entsteht und die spannung von meiner konstandstromquelle auf unter 5 volt zurückgeht vorher ca 15 volt !

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15 Juni 2005 21:07 #6 von Ralf
Hallo

Habe ebenfalls das selbe Problem. Sinkt auf 3,3V.
Ich benutze als Kathode ein Stück Aluminium. Hab ja auch mal Blei gelesen. Vielleicht ist das ja dann anders?

Aber wirklich Bläschen steigen bei mir da nicht auf.
Also vereinzelt mal eine, aber sonst sieht man da nicht viel

Gruß Ralf

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30 Juni 2005 21:22 #7 von Gast
Gast antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Hi,

bei mir kommen beim Edelstahldraht auch bläschen, und nach ein paar Minuten löst sich der Edelstahldraht auf.

Ich benutze jetzt einfach ein rest eloxiertes aluröhrchen, das ich in eine Bohrung des Werkstücks stecke.
Der Behälter besteht bei mir aus Kunstsoff mit Bleiplatte funktioniert wunderbar.

Wollte noch sagen Leute vergesst das mit den Textilfarben, das ist rausgeschmissenes Geld!
Die Eloxalfarben von hier sind der Hammer!
Sie sind sehr ergiebig und die Farbgebung ist einfach Spitze!

Mfg
Stefan Pastötter

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21 Juli 2005 17:44 #8 von Gast
Gast antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
tach leute !!
hab mal gehört das man beim eloxieren mit einem schwefelelekrtrolyt nur aluminium oder titan als leiter bzw gestell benutzen kann!! edelstahl wird von der schwefelsäure angegriffen,und leitet nicht!!!

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22 Juli 2005 14:07 #9 von Christoph Drube
Hallo,

es kommt wohl auf die Legierung an, ob es funktioniert oder nicht.
Wer ganz sicher gehen will, sollte Titan benutzen (leider teuer ...).
Wer einen Fahrradshop in der Nähe hat, sollte dort mal nach alten Fahrradspeichen fragen - diese bestehen oft aus Titan und sind anscheinend ideal zum Einhängen der Werkstücke.

Meine Halterungen sind aus einem hochlegierten Edelstahl und halten bisher. Ich hatte allerdings auch schon Drähte die sich auflösten.
V2A scheint auf jeden Fall zu 'schwach' zu sein.

Die Idee mit dem Röhrchen ist natürlich auch ok.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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  • Ralf-k
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10 Aug. 2005 15:55 #10 von Ralf-k
Ralf-k antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Hallo,

also nun habe ich es auch mal mit Titan versucht und siehe da es klappt!!
Allerdings hatte ich nur ne Visitenkarte und hab mal getestet ob überhaupt Strom fließt. Selbst bei 35V fließen nur 40mA. Das erste mal wenn es überhaupt in berührung kommt fließen 1-2A danach nichts mehr. Komischerweise verfärbt sich das Titan hellblau. Vielleicht liegt es an der Aluminiumkathode. Aber die Blaue schicht ist trotzdem voll leitend...



Gruß
Ralf Kirschbaum

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11 Aug. 2005 12:24 #11 von Christoph Drube
Hallo Herr Kirschbaum,

was für Titan verwenden Sie?
Ganz wichtig ist, dass es sich dabei um Reintitan (>99,5%) handelt.
Eine Verfärbung sollte nicht eintreten.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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11 Aug. 2005 16:07 #12 von Ralf
Hallo,

Also ich habe nun im Netz gelesen das man so Titan wirklich färben kann und auch verschiedene Farben möglich sind. Abhänig von der Spannung. Die Farbe ist auch sehr kratzfest. Bekommt man eigentlich so leicht net ab.

Titan einfärben

Welches Titan ich verwendet habe weis ich nicht genau. Hatte irgendein Stück ;-)
Reicht Grade 4 oder 5?

PS: Hoffe die Bestellung ging noch raus ;-)

Gruß
Ralf Kirschbaum

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12 Aug. 2005 14:48 #13 von Christoph Drube
Hallo,

ja, die Bestellung ist gestern noch rausgegangen :-)

Der Link ist sehr interessant, vielen Dank dafür. man lernt doch nie aus :-)

Grade 4 oder 5 hat schon recht hohe Fremdstoffanteile, ideal wäre Grade 1 oder 2.
Erfahrungen mit Grad 4 und 5 haben wir aber noch nicht - wenn es damit gut funktioniert: umso besser!

Mitte September werden wir im Shop entsprechenden Titandraht (und Reinigungsmittel für Aluminium sowie Sealsalz) hoher Reinheit anbieten können.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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  • DEC
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25 Aug. 2005 21:06 #14 von DEC
DEC antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Hallo,
A2 Edelstahldraht kann von Säuren angegriffen werden.
A4 ist inert. Ich empfehle A4 Edelstahldraht zu verwenden, der kann nicht angegriffen oder sogar aufgelößt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Schäfer

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15 Sep. 2009 22:41 #15 von Gast
Gast antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Also bedeutet das ich kann nur Edelstahl A4 für meine Wanne nehmen?

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16 Sep. 2009 11:46 #16 von sehr gut
Hallo,
aus Erfahrung kann ich sagen, daß V2A und auch V4A nicht zwangsläufig dem Säurebad standhalten oder nicht!!
Wenn du es genau wissen willst ( und bei einer Wanne wissen musst!! ) solltest du googeln!! Es gibt zig verschiedene Legierungen, die mehr oder weniger resistent sind!
Leider lassen sich die Säurebeständigen Materialien schlechter verarbeiten ( biegen, schweissen, ... ), sind viel schwieriger zu bekommen ( teilw. Ausland ) und damit oft sauteuer.

Ich denke, eine ´fertige´ Wanne für die Säure wirst du wohl nicht kaufen können!!

Also vergiß es lieber und nimm Kunststoff ( und auch dabei auf säurefest achten!! ).

Gruß
Dirk

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21 Sep. 2009 15:45 #17 von Manfred
A4 ist inert. Ich empfehle A4 Edelstahldraht zu verwenden, der kann nicht angegriffen oder sogar aufgelößt werden.

Hallo,
es macht einen Unterschied, ob Edelstahl als Wanne (=Kathode) oder in irgendeiner Weise anodenseitig verwendet wird. Ich verwende Wannen aus 1.4571 (V4A) , das klappt, auch wenn die Farbe der Säure langsam dunkler wird.
Habe heute einen Versuch gemacht, Aluplatte und Alu-Aufhängung mit V4A-Schraube verschraubt... nach 20Min wurde aus einer 10mm V4A Mutter etwa ne fast runde 8mm Gewindebuchse. Nicht anders dürfte sich V4A-Draht verhalten. Wer sichs ersparen will, nimmt gleich Titan.
Schöne Grüße
Manfred

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  • uli12us
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26 Sep. 2009 12:14 #18 von uli12us
uli12us antwortete auf Fremdstoffe im Eloxalbad?
Zu mir haben die Eloxierer gesagt, dass Edelstahl sogar das Bad kaputt macht, meine Idee war ja auch wegen der schlechten Beschaffbarkeit von TI das mit Säurebeständigem Stahl zu machen, das ganze soll auch wegen der Spannungsreihe nicht funktionieren, warum das so ist weiss ich nicht, das ist einfach zu lange her, dass ich das gelernt hab.

Zum Aufhängen soll aber Bleidraht gut geeignet sein, Allerdings kann man da nur leichte Teile befestigen, weil schwere den weichen Draht einfach abreissen.

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